Lieber Lé, liebes Nesselröschen,
vielen Dank für euer Feedback - und dass es so positiv ausgefallen ist, darüber will ich mich auch nicht beschweren. :wink:
sehr gelungen, die Form mit den konsequent wechselnden Zeilenlängen passt sehr gut zu dem Erinnern und Sinnen.
Cool, dass dir das aufgefallen ist! :thumbup:
Ich denke, insbesondere auch dadurch, dass die kurzen Verse männliche Kadenzen und die langen Verse weibliche Kadenzen haben, erzeugt es so ein Gefühl des Wechsels zwischen spontanem Einfall (bzw. blitzartig aufflackernder Erinnerung) und langem, verzweifeltem Sinnieren.
das Ende macht es rätselhaft - ich musste es gleich noch zwei Mal lesen und auf mich wirken lassen: Ein Vorwegnehmen der Zukunft, eine leise Warnung, dass das Hineinstürzen fatal sein könnte? ...
Ich mag solche halboffenen Endverse, die den Leser dazu anhalten, sich genauer damit zu beschäftigten und dabei unwillkürlich das Gedicht in seinem eigenen Erfahrungsschatz aufzuspüren. Insofern bin ich wirklich erfreut, dass du dieser Einladung gefolgt bist und dabei so interessante Deutungen zutage gefördert hast. Auch mir liegt diese Deutung nahe, dass man im Rausch des Moments die Gefahren nicht sieht, weil man sie vermutlich gar nicht sehen will. Manchmal bilde ich mir ein, dass diese in kurzen flackernden Zukunftsbildern vor Augen geführt werden - zu hastig und zu kurz, um sich nachhaltig damit beschäftigen zu können.
LG