Feedback jeder Art wanderer in den dünen

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  • Perry
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mit einem stock zeichnet er segelschiffe in den feuchten
ufersand wartet bis die sonne sie zu reliefs trocknet sieht
zu wie der wind sie langsam wieder ab und davonträgt
von der spitze des leuchtturms aus die bei jedem besuch
höher erscheint lässt er die jahre als armada vorbeiziehen
vertieft sich hin und wieder in aufblitzende momente und
erkennt sich als unbedeutender chronist einer sonnenuhr
der versucht die stellung ihrer schattenzeiger für zeiten
festzuhalten in denen er lange schon vergessen sein wird

 
 
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Ahoi Perry,
dein Gedicht finde ich ausnehmend gut.
In einem früheren Leben warst du vielleicht ein Leuchtturmwärter.
Mit vielen deiner Gedichten bringst du uns ans Meer, an die Dünen.
Und jetzt erwähnst du diesen Vorläufer der digitalen Zeit: Die Sonnenuhr. 
Oft sind an solchen Uhren lateinische Sprüche angebracht: Tempus fugit
Omnia vulnerant, ultima necat 
Ein optimistischer Spruch: Horas non numero nisi serenas
I.D.S. 

 
 
 
 
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Sehr schöne sehnsuchtsvolle Gedanken an eine vergangene Zeit lieber @Perry. Eine gewisse Wehmut macht sich breit, während die Wellen des Meeres an den Leuchtturm schlagen. Ich kann es hören.
LG Sonja
 
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Hallo Carlos,
danke für die Sonnenuhrsprüche, "Ich zähl die heiteren Stunden nur."
LG
Perry
Hallo Sonja,
ja, die Wellen der Vergänglichkeit schlagen unaufhörlich an den Leuchtturm des Lebens. Die Frage des Textes geht aber auch in die Richtung, haben festgehaltene persönliche Erinnerungen einen über die Betroffenen hinausgehenden Wert?
Danke fürs Hineinspüren und LG
Perry
 
  • Perry
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