die den Verfälschern
unserer Sprache mißtrauen,
den Werbetrommlern für alle und alles,
den Produzenten von Worthülsen für jeden Zweck!
Schaut
ihnen auf Lippen und Finger!
Studiert ihr Gehabe, ihre Inszenierungen!
Achtet
beim Sprechen auf Zwischentöne,
auf Pausen und Ungesagtes!
Streut Sand ins Getriebe ihrer Wortmühlen!
Schlagt
den Putz von hochgewichteten Wortfassaden!
Schaut, ob dahinter Sprachbeton erkennbar!
Klopft ihre Sätze ab wie goldhaltiges Gestein!
Ruft
zum sprachlosen Sprechen auf!
Bedient euch der Sprache wortlosen Einverstehens!
Vernetzt euch mit Seelenverwandten!
Helfen
soll unser Schweigen,
Stille zu verbreiten,
jenseits alltäglichen Wortlärms!
Beobachten
wir unseren Sprachgebrauch im Alltag!
Prüfen wir jedes Wort, wie es wirkt,
ob es andere verletzt, ermutigt, tröstet.
So kann im gemeinsamen Schweigen
ein anderes Sprechen entstehen, das
der Wahrheit wie dem Irrtum eher verpflichtet.