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Bühne frei! – Die Feder des Monats #2 | 2022

Bühne frei!

Masken und Schminke
Scheinwerfer und Licht
Schall und Rauch
Der Vorhang fällt
Der Vorhang geht auf

Wir spielen unser Spiel
Zeigen unsere Tricks
Tanzen mit Schlangen
An Seilen und mit Flammen
Illusionen von Dingen
Kunststücke die gelingen
Erlerntes, trainiertes, automatisiertes
Zu beeindrucken, zu verzücken,
zu gefallen

Für Trug von Ruhm
Für Schein von Glanz
Für ein paar Lacher
Täuschen wir uns selbst
Täuschen uns sehr
Der Applaus nur im Kopf
Und der Saal ist leer
Dieser Wettbewerb ist abgeschlossen und ausgezählt. Die Autoren sind bekannt, Kommentare sind freigeschaltet.
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Kommentare (8)

Donna ·
Joshua, Gratulieren zum 3. Platz! Gerne gab ich meine Stimme für dein tolles Gedicht. Liebe Grüsse, Donna
Ostseemoewe ·
Herzlichen Glückwunsch zum verdienten 3.Platz. Mein Punkt hast du bekommen.
Liebe Grüße Ilona
Josina ·
Hallo Joshua,
herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz!
Dein Gedicht hat eine interessante Aussage.
Gerne gelesen!
LG Josina
SalSeda ·
Herzlichen Glückwunsch zum 3. Platz Joshua,
mir hat es auch sehr gut gefallen und stand mit auf der Favoritenliste

Liebe Grüße
Sali
Georg C. Peter ·
Lieber @Joshua Coan,

ganz großes Kompliment auch von mir!

Für Trug von Ruhm
Für Schein von Glanz
Für ein paar Lacher
Täuschen wir uns selbst
Täuschen uns sehr
Der Applaus nur im Kopf
Und der Saal ist leer

Das in hintersinnig und philosophisch, ganz großes Kompliment.
Du gehörtest zu meinen Favoriten!

Liebe Grüße von Georg
maerC ·
Hallo @Joshua Coan,
das tägliche trügerische Theater hast du sehr anschaulich beschrieben, Glückwunsch zum Erfolg.
LG
maerC
Gaukelwort ·
Hi Joshua,

auch von mir meine herzliche Gratulation zum Medaillenrang.

Im Gegensatz zu den beiden anderen Treppenplatzierungen bist du das Thema deutlich anders - will sagen ernster angegangen. Es kreist um die Frage, die hier:

Zitat

...
Zu beeindrucken, zu verzücken,
zu gefallen

Für Trug von Ruhm
Für Schein von Glanz
...

am deutlichsten hervor tritt.

Wie viel von unserem Handel ist echt? Und wie viel davon ist nur Theater in dem wir uns nur selbst was vormachen?

Ich denke diese Frage sollte man sich wirklich immer mal wieder in nicht all zu langen Abständen stellen. Und es kann nicht schaden, sie vielleicht auch mal einem Menschen zu stellen dem man vertraut. Nicht selten kommt Selbsterkenntnis auch von außen.

Nein, im Grunde braucht es immer das Außen. Außen ist der Klang. Innen ist die Resonanz. Oder umgekehrt... Innen ist der Klang und außen die Resonanz. Wenn es innen klingt ohne das etwas draußen mitklingt; oder wenn kein Klang von draußen das Innere zum Schwingen bringt ist es arg... Beides steht für isolation und führt nicht zur Selbsterkenntnis sondern immer und immer tiefer in ein Schneckenhaus. Und in der einsamen Tiefe findet man sich nicht selbst. Dort findet man nur einen unfreien, engen, und bedrängten Teil von sich. Das ganz Selbst hat dort keinen Platz.

Also meiner Meinung nach....

Du siehst und liest welche Gedanken dein Gedicht in meinen Kopf zaubert. Dankeschön dafür.

Und liebe Grüße

vom Gaukel
Amadea ·
Lieber @Joshua Coan,
von den "Theatermetaphern" sicherlich eines der hintersinnigsten Gedichte, gerne gelesen, Amadea

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