- Ich trug sie schweigend, ich folgte dir.
Warst du beim Spielen und Lachen dabei?
- Da hielt ich dein Herz von Gefahren frei.
Du trugst meine Jugend mit mir alle Zeit.
- Ich trug sie schweigend, zum Reifen bereit.
Die Gefahren des Jungseins, du ließest sie zu?
- Ich zeigte den Weg dir, gegangen bist DU.
Du trugst meine Liebe mit mir, Schritt für Schritt.
- Ich trug sie schweigend und ging mit dir mit.
Warum dann die Tränen, die Narben der Zeit?
- Dein Herz war für vieles noch nicht ganz bereit.
Du trägst auch das Alter mit mir, sagst du dann.
- Ich trage es schweigend, hilf dir, wo ich kann
Gar manches wird schwerer und mühsam für mich.
- Ich bin dein Begleiter, ich stärke dich.
Du trägst einst das Sterben mit mir, so dein Wort.
- Ich trage es schweigend, dann gehe ich fort.....
Doch schließt sich die Lebenstür, finde ich dich?
- An der Krone aus Dornen erkennst du mich.