Hätte der Harvey ein Müsli erworben,
wär‘ er - vielleicht! – nicht so plötzlich verstorben,
weil er dann dieses verstreuen hätt‘ können,
um seinem Affen mal etwas zu gönnen,
quasi mit List dieses Mistvieh hätt‘ zwingen
sollen, mal von seinem Nacken zu springen,
um zu verhindern, dass er wieder eilig
blindlings die Straße beträte, - „wie geil, ich
muss nur noch maximal dreizehn Schritt laufen,
um an der Ecke den Stoff mir zukaufen“ –
auf der dem Pedelec Fahrer Jan Malte
einer voll drauf fuhr (und zwar, dass es knallte)
wobei dem Jan zwar die Kette gerissen
war, was im Grunde ja nicht so beschissen
enden hätt‘ müssen für Harvey, doch war er
wie ein Geschoss, dieser Pedelec Fahrer
und traf bei dreizehn (dem letzten der Schritte)
Harvey von hinten genau auf die Mitte
tödlich –wie oben erwähnt – und ich wette
das wär‘ passiert auch ganz ohne die Kette.
dein Gedicht stach aus den Einreichungen heraus. Nichts Gefühliges oder nach Trauer Klingendes, sondern knallharter Realismus mit einer Spur Witz, rhythmisch sauber und gut gereimt, wenn auch mit ungewöhnlichen Versabschlüssen. Das liest sich wie Poetry-Slam. Originell und ansprechend!
LG
maerC