seh doch die Mutter ich nicht mehr
die Mutter, die spät in der Nacht,
mich wieder in mein Bett gebracht
als ich nach bösem Traum erwacht.
Ach, wie schmerzt das Herz so sehr,
seh doch die Straße auch nicht mehr
die Straße, die am Straßenrand,
bemalt durch meine Kinderhand
im Sommer ihre Farben fand.
Und wie schmerzt das Herz so sehr,
seh ich im Geist das Blütenmeer
der Blumen, sanft vom Wind bewegt,
den Weg entlang von Hand gepflegt,
den ich zur Schul zurückgelegt.
Die alte Heimat jetzt so fern
denk an sie noch heut so gern
mit Freud zurück an Kindertage
doch wächst mein Leiden, meine Klage
und gipfelt in der bangen Frage
So scheint sich Heimweh anzufühlen?
und um den Frust nun abzukühlen
da ich’s nicht mehr ertragen kann
-beim zweiten Klingeln geht sie ran-
ruf ich ganz schnell bei Muttern an
Um mir von ihr dann anzuhören:
Was fällt dir ein mich nachts zu stören?
Heimweh, Blödsinn, bist doch gescheiter!
Und fügt zum Schluss noch an -ganz heiter-
wohnst schließlich nur zwei Straßen weiter.
ach die Sehnsucht nach dem Zuhause und dem Geborgensein ! Fand ich gut ausgedrückt und in der Art so passend zu dem witzigen Schluss. Mir hat es gut gefallen!
Liebe Grüße
Sali