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Schöne Heimat – Die Feder des Monats #2 | 2024

Schöne Heimat

Schöne Heimat, deine Wälder, deine Berge, deine Seen.
Wie vermisse ich zu wandern, zu entspannen und zu sehn.
Doch die Jahre sind vergangen und kein Sehnen bringt‘s zurück.
Schöne Heimat, zu erinnern bleibt ein kleines Stück vom Glück.

Längst vergessen sind die Tage, die gemeinsam wir verbracht.
Ob am Morgen bei der Quelle, ob am Abend, in der Nacht.
Selbst die Tränen sind getrocknet. Längst verheilt ist mancher Schmerz.
Schöne Heimat, zu erinnern bleibt ein kleines Stück vom Herz.

Heute sitz ich in der Fremde. Schau dem neuen Treiben zu.
Schließ die Augen und genieße meinen Abend bis zur Ruh‘.
Stets und ständig nur zu trauern, bringt die Kindheit nicht zurück.
Schöne Heimat, das Erinnern bleibt mein kleines Stück vom Glück.

Neue Heimat, neue Wälder, neue Berge, neue Seen.
Neue Menschen bei der Quelle. Neues Hoffen, neues Flehn.
Und auch sie sind einmal älter. Schauen schweigend dann zurück.
Schöne Heimat, zu erinnern ist ein kleines Stück vom Glück.
Dieser Wettbewerb ist abgeschlossen und ausgezählt. Die Autoren sind bekannt, Kommentare sind freigeschaltet.
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Kommentare (6)

Doscho ·
Ganz eigener und eigenwilliger Umgang mit dem Thema "Schweigen" - Gratulation zum für mich nicht undankbaren fünften Platz!
Josina ·
Lieber Haiko

Ein sehr liebevolles und anspruchsvolles Gedicht.
Es hat mir gut gefallen

LG Josina
WF Heiko Thiele ·
@Doscho, @Josina
Ich möchte euch beiden für eure lieben Kommentare danken. Und sicherlich, nehme ich mal an, vielleicht auch für eure Stimme.
Dabei muß ich eingestehen, daß ich das Gedicht nicht explizit für diesen Wettbewerb geschrieben habe, es allerdings zufür auch passend hielt. Schließlich geht es ja auch um die Erinnerung an die alte Heimat. Man sollte dies jedoch nicht lauthals herausschreien: "Wie schön es doch früher war". Eher still genießen, was man hatte, und sich auf das hoffentlich schöne Neue freuen. Also still auf der Hängematte "der Zeiten Gang gedenken" (frei nach Goethe).

Die Idee zu diesem Gedicht, welches eigentlich auch als Liedtext Verweundung finden könnte, habe ich frei nach der Melodie „Bonny Portmore“ von Loreena McKennitt bekommen.

Habt noch ein schönes Wochenende!

Heiko
Alexander ·
Hi Heiko,
ich gratuliere dir zum tollen fünften Platz. Ein schönes Gedicht! Freue mich sehr für dich.
LG Alex
WF Heiko Thiele ·
Auch dir, @Alexander, vielen Dank und ein schönes Wochenende.
WF Heiko Thiele ·
Joshua Coan schrieb:
vor 8 Stunden schrieb Joshua Coan:
Hallo @WF Heiko Thiele

Totale Themaverfehlung. Wärst du unter die top 3 gelandet, hätte ich Protest bei Sascha eingelegt!

LG JC

Hallo @Joshua Coan

Zunächst vielen Dank für deinen Kommentar.

Im Vorfeld trat diese Problematik schon einmal auf, aber ich habe es mit MythonPonty abgesprochen und es wurde als berechtigt eingestellt.

Ich bin der Meinung, man sollte das Erinnern nicht lauthals herausschreien: "Wie schön es doch früher war". Eher still genießen, was man hatte, und sich auf das hoffentlich schöne Neue freuen. Also still auf der Hängematte "der Zeiten Gang gedenken" (frei nach Goethe).
Also auf den Punkt gebracht: Schweigend genoß er das was war und sah schweigend dem Treiben zu, derer die es dereinst ebenso erleben werden.

Das soll jetzt bitte keine billige Ausrede sein. Und auch wenn des Gedicht ursprünglich ein paar Tage vor dem Einsetzen als ein Liedtext entstanden ist, so fand ich es doch als ausreichend passend, dies hierfür zu verwenden.

Wünsche dir und uns allen noch einen schönen Sonntag.

LG. Heiko

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