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Theater ,, Mary " – Die Feder des Monats #2 | 2022

Theater ,, Mary "

Epik!
Handlung 1946: Die Bigotterie des vor und
Nachkriegsdeutschland.

„Mary“
Anno 1993
Selbstvergessen — lächle kokett
säusele Worte.
Höre ein Knipsen, die Kartenzange
vom Schaffner.
Er schaut irritiert, oje, denkt er —
ich flirte?
Plötzlich war Sie da, „Mary“, meine Debüt - Rolle!
------------
Lachanfall, es sprühen Funken, viel Spaß
bei den Proben.
Aufführung — Szenenausschnitt
Mary wie Barkeeper, liefern sich
Wortgefechte.
„Tanzt wie eine Göttin, doch schimpfst wie
eine Megäre!“
Mary spottet: „Pah, — Parvenü,“
amüsiert sich hernach —
-----------
Champagner trinkend mit noblen
US - Soldaten.
Dreht sich im wallenden roten Kleid,
streift die Pumps ab.
Tanzt zur betörenden Jazzmusik
am Rand der Bühne.
Mary in einer leichten Trance entzückt
die Zuschauer.
-----------
Spüre die innige Nähe der
Theaterliebhaber.
Klangvoller Abschluss der Barmusik
anerkennende Pfiffe.
Mary die tanzt und Amys liebt, höhnt
der Keeper.
-------------
Dialog mit dem Publikum!
Mary
Brave Frauen beschimpfen mich
als „Amy Flittchen“!
Tanzen ist meine Leidenschaft,
selbstbestimmt Mein Leben.
Doch viele dieser Frauen heiraten um
versorgt zu sein.**
Ich kann mir meinen Liebhaber auswählen!

Szenenabschluß:

Mary renommiert leitet, ihre moderne, gut
florierende Tanzschule.
-----------
Das Ensemble spielte mit viel Engagement
und Freude.
Der Vorhang schließt sich, es folgt
frenetischer Beifall.
Verbeugung vorm Publikum, begeisterte
Jubelrufe
„Standing Ovation!“
Theaterleidenschaft — Lust und Leben!

* ein kleiner Seitenhieb auf die vielen Zweckehen jener Zeit!
Anmerkung!
Unsere Theaterrollen erarbeiteten wir damals selbst.
Diese Bar Szene nun als „Epik Gedicht“ neu überarbeitet
entstammen meiner Feder!
Dieser Wettbewerb ist abgeschlossen und ausgezählt. Die Autoren sind bekannt, Kommentare sind freigeschaltet.
Ergebnis anzeigen

Kommentare (4)

SalSeda ·
Liebe Josina,

herzlichen Glückwunsch zu diesem Epik-Gedicht.

Mutig fand ich es sowohl in der Art der früher/jetzt Gegenüber-nein eigentlich Zusammenstellung. Besonders stark der Satz: meinen Liebhaber kann ich mir auswählen. Was uns heute selbstverständlich erscheint, war zu dieser Zeit, die noch gar nicht lange her ist (denn wir beide entstammen ihr), sittlich und moralisch pfui, ein selbstbestimmtes Leben (wie du auch geschrieben hast) für eine Frau erst noch zu erkämpfen.
Ein wirklich starkes Gedicht, sowohl vom Gedanken als auch in der Ausführung.

Liebe Grüße
Sali
Josina ·
Liebe Sali,
herzlichen Dank für deinen Kommentar! Ich habe die Rolle der Mary im Gedicht vorgestellt, weil ich damals diese Rolle selbst entwickelt und gespielt habe. So konnte ich ihre Gefühle im Gedicht wiedergeben. Zumindest ein wenig. Die anderen Szenen wären für ein Gedicht zu lang gewesen. Auch damals 1946 (schon früher)gab es die Feministinnen, die es wesentlich schwerer hatten ihr Leben selbstbestimmt zu leben. Darum handelte es sich auch im Theaterstück. Ich konnte leider nur 5 Jahre Theater spielen, da mein Mann schwer erkrankte und mich brauchte. Doch es ist mir eine unvergessliche, wunderschöne Zeit. Jetzt habe ich diesen Wettbewerb genutzt und es zu verdichtet.
Liebe Grüße Josina
Georg C. Peter ·
Liebe @Josina,

Mary wie Barkeeper, liefern sich
Wortgefechte.
„Tanzt wie eine Göttin, doch schimpfst wie
eine Megäre!“
Mary spottet: „Pah, — Parvenü,“
amüsiert sich hernach

...das ist wirklich witzig geschrieben und eine ECHTE Theaterszene, die Du uns präsentiert hast.
Hab mich wirklich amüsiert!

Liebe Grüße von Georg
Josina ·
Lieber Georg,

wie gerne würde ich die Zeit einmal zurückdrehen können. Dieser Theaterabend, das zusammen spielen mit dem Ensemble dieses spüren des aufmerksamen Publikums es war unglaublich schön! Es freut mich sehr, dass diese Mary — Barkeeper Szene dich auch zum Schmunzeln gebracht hat. Herzlichen Dank für deinen netten Kommentar!
Liebe Grüße Josina

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