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Zu spät – Die Feder des Monats #1 | 2023

Zu spät

Zu spät

Endlose Stunden,
Tage, Wochen, Monate.
Allein.
Das leise Summen
und Piepen
der Apparate
und Schläuche
leistet mir Gesellschaft,
ebenso, Schuldgefühle.

Das Leben vergeht in Zeitlupe.
Ganz langsam ziehen
die Verfehlungen
an mir vorüber.
Hätte, wollte, könnte…

Zu spät!
Dieser Wettbewerb ist abgeschlossen und ausgezählt. Die Autoren sind bekannt, Kommentare sind freigeschaltet.
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Kommentare (8)

Georg C. Peter ·
Liebe @Elisabetta Monte,

Dein Gedicht hätte ich gerne ganz weit vorn gesehen.

Erstens finde ich Deine Zeilen emotional sehr ergreifend,
zweitens ist die Begrifflichkeit Deines Werkes absolut perfekt,
drittens ist der Inhalt kurz und schnörkellos auf den Punkt gebracht
und viertens kommst du inhaltlich am dichtesten von allen Einsendungen an die Vorgabe "Zeitlupe" heran (nach meiner Einschätzung).

Also:
Meine Stimme hattest Du,
Gratulation zu Deinen großartigen Zeilen!

Liebe Grüße von Georg
Elisabetta Monte ·
Herzlichen Dank, lieber Georg. Deine Worte bedeuten mir viel.
Ich freue mich sehr.
Elisabetta
maerC ·
Liebe @Elisabetta Monte,
auch ich hätte deinem Gedicht gerne mehr Stimmen gewünscht, meine war jedenfalls dabei. Ich finde es auch in seiner Knappheit sehr eindringlich und nachvollziehbar.
LG
maerC
Elisabetta Monte ·
Lieber @maerC, auch über deine Worte freue ich mich sehr. Herzlichen Dank
und liebe Grüße
Elisabetta
Nesselröschen ·
Liebe Elisabetta,

ich schließe mich voll und ganz den beiden Kommentatoren vor mir an!

Deine kurzen aber inhaltsvollen Gedichte mag ich allgemein sehr gerne, und hier zeichnest du ein Bild, das mir in den letzten beiden Jahren auch in meinen Vorstellungen und Befürchtungen gefährlich nahe gekommen ist.

Die Schuldgefühle und das Wissen, dass man unter diesen Gegebenheiten nichts mehr gut machen kann, sind nur schwer zu ertragen, und, wenn sich die Gedanken im Kreis drehen, scheint die Zeit eingefroren still zu stehen.

Lieben Gruß
Nesselröschen
Elisabetta Monte ·
Liebe(s) Nesselröschen, auch dir herzlichen Dank.

Ja, wenn man so hilflos ausgeliefert ist, vergeht die Zeit tatsächlich wie in Zeitlupe. Und was liegt näher, als dass die Gedanken sich darum drehen, was man nicht mehr gutmachen kann....

Ich freue mich, dass ich das auch dir nahebringen konnte.

Lieben Gruß
Elisabetta
Elisabetta Monte ·
Ich kann den Kommentar leider nicht bearbeiten! Deshalb möchte ich noch anfügen, nicht ich habe dir das nahegebracht, du hast dich ja schon selbst mit dem Thema befasst. Manchmal bin ich einfach zu schnell, sorry.
Nesselröschen ·
Das macht nichts, liebe Elisabetta, alles gut, ich habe deinen Kommentar positiv gelesen. Oft sind es fremde Worte, die einem klar machen, dass etwas schon eine Weile in einem schlummert.

Leider ist es Mai geworden, bis ich wieder hier gestöbert habe ... 🙂

Lieben Gruß N.

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