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Hallo, Stephan,
der Text bietet verschiedene Optionen, wie die Lesart von Hanna zeigt. Auch ich selbst neige eher zu der ernsten Variante.
Liebe Grüße, Marcel
Ich lasse die Wohnungstür offen
um den Flur zu erhellen
wenn meine Gäste zum Aufzug gehen
denn ich kenne die Monster im Schatten
Sobald der Bewegungsmelder ruht
kommen sie unter Teppichen hervor
erscheinen hinter Feuerlöschern
und tauchen an die Oberfläche
durch das Knie eines jeden...
Früher zogen die jungen Dichter
mit dem Griffel durchs Land
um dem Leben zu begegnen
über das sie schreiben wollten
Sie erlernten Mitleid
bei den Versehrten in der Gosse
Angst von den verlassenen Kindern
Demut beim Blick auf Gipfel
Trauer angesichts verwehten Laubs
und Liebe unterm...
Auf Rosenwegen gehen sie
hin zu den feuchten Wiesen
springen über den blauen Klee
ins schattige Gehölz
verharren ganz still
unter singenden Wipfeln
in den Lehm gekauert
Keine arglistige Pirsch
oder vergessenes Spiel
nur klagloses Warten
auf deinen erweckenden Kuss
Die Mädchen die wir begehrten
haben längst Töchter geboren
denen alte Männer hinterherschauen
wenn sie mit wehenden Haaren
dem jungen Arbeiter vom Tiefbauamt winken
der in einer stinkenden Grube steht
während sie kichernd vorbeiradeln
Immer haben welche das Nachsehen
oder stecken tief...
Der Sommermann steht im fallenden Schnee
vorm Fenster des Wintermannes
der beim Kamin den Bluthund füttert
den Wecker stellt und schlafen geht
in Eile wie zu einem verpassten Termin
Das Leben der beiden ist weder traurig noch froh
denn diese Nacht ist nur Nacht
der Schnee nur Schnee...
Tief drinnen dieser Ton
nicht im Klangkörper Magen
kein Rasseln in der Kehle
oder Blubbern im Darm
Das Gehirn summt
ein friedvolles Lied
aus den Flimmerhärchen im Ohr
Niemals Hymnen als Anstoß
weder Schlager noch Schlachtgesänge
Wie diese Weise doch schwebt
über der Nacht sich...
Wem wurde hier ein Visum erteilt
wer war auf der Flucht übers Land
Nicht der Kadaver des Rehkitzes
das unsichtbar bleiben wollte
Nicht der zwitschernde Feldrain
so nachgiebig im Wind
Muss klein gewesen sein
keine Spur mehr davon
nur Münzen in fremder Währung
glänzende Paradisos
Erinnere pure Nacht
ohne Wetterberichte
Nebel vorm Fenster
zu Schwaden zerteilt
vom Sichelmond
Dieser wiederholte Traum
ist keiner sondern
eine fremde Wirklichkeit
die deine überfällt
Einer des anderen Tabu
berühren sich nicht
einmal unsere Ängste
einander abgewandt
atmen wir...
Diese finstere Einöde
war früher ein lauschiger Park
durch den Pfauen stolzierten
die Tau von den Wiesen sammelten
um deine heiße Stirn zu kühlen
Dieser nun trostlose Himmel
war voller Lachen und Gesang
wenn Vögel über uns kreisten
und ihr buntes Gefieder strahlen ließen
Keine...
Nun ja, es ist meine Scheune, in der die Fledermäuse wohnen. Und sie jagen Insekten in der Dämmerung. Soviel zum Zusammenhang. Habt lieben Dank für den Zuspruch!
Der Wind spielt
auf den zarten Saiten
eines Spinnennetzes
Ein Schwarm Mücken
tanzt dazu
im späten Licht
über dem Teich
In der Scheune
erwachen die Fledermäuse
zur Jagd
Dieses letzte Lächeln
behutsam vom Fensterglas genommen
Der Hauch wirbelnden Haars
eingeatmet und verwahrt
Der Duft leerer Schränke
doppelt verschlossen
Die Zartheit blasser Haut
noch auf den Fingerkuppen
Abschiedsformeln
in der offenen Tür