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Feedback jeder Art Der Tag hebt an

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  • Dionysos
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Der Tag hebt an wie eine schwere Hand,
die langsam sich vom Dunkel löst und steigt —
als hätte etwas Schlafendes erkannt,
dass es schon Zeit ist, und sich zögernd zeigt.
Das Licht fällt nicht. Es tastet. Sucht den Stein,
den Fenstersims, das Haar der Schlafenden.
Es will nicht stören — will nur leise sein,
ein Gast, der flüstert: du bist nicht allein.

O Morgen, der du nichts versprichst als dich,
der du so wortlos in die Dinge gehst —
wie ein Gebet, das einer
spricht für alle und für sich,
und dessen Anfang du doch niemals wahrhaftig verstehst
Noch hält die Stille ihre Form. Noch schweigt
das Herz, bevor es wieder sprechen muss.
Dies ist die Stunde, die verweilt—
Der erste Licht gewordene Kuss.

Die Vögel wissen es zuerst. Ihr Lied ist kein Gesang —
es ist ein Übergang,
ein Zeichen, das die Nacht verschied
ganz auslöst aus ihrem dunkelblauen Klang.
So geht die Welt in sich. So kehrt sie ein
in das Bewusstsein ihrer eigenen Last.
Und wer noch schläft, der schläft nicht mehr allein —
er schläft in allem, was die Frühe fasst.

Was war, sinkt ein — ins Dunkel unter uns,
ins Namenlose, das die Tiefe hält.
Der Morgen ist nur durch der Nächte Gunst —
und um das Ganze schweigt die Welt.
Wir steigen auf aus dem, was uns erschuf,
und wissen nicht, wohin das Steigen führt.
Der Tag ist unsrer Sehnsucht leiser Ruf —
ein Atemzug, der nichts und alles
gleichzeitig berührt.

Die Dinge kennen uns. Sie warten lang.
Der Stein weiß mehr als wir vom Überdauern.
Das Licht benetzt sie — unhörbarer Klang —
und wir sind seines Schattens Schauern
O wär es einmal möglich: einzugehn
in das, was ist, als wär man selbst das Sein.
Nicht schauen — enigmatisches Verstehen .
Nicht zwei. Nicht ich und Welt.
Nur: eins. Allein.

Der Tag, er hebt die Hand —
und segnet nicht. Er öffnet nur den Raum
für das Geschehen und das Werden selbst
dies gänzlich unbekannte Land
Und wir das Dunkel, aufgestiegen wie aus einem Traum
des Echos einer Welt hineingerufen in die Welt

Und wie die Sonne auf dem Wasser glänzt.
so leuchten wir zurückgeworfen in das All
das dieses Nichts in uns so wunderbar ergänzt
wie eine Kinderhand, die einen Ball
mit Nichts darin so selbstverständlich hält
als sei der Tag nicht
von der Nacht begrenzt

Text DvE
Musik: KI

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Hallo Dio,

also ganz ehrlich, ich weiß nicht wo ich anfangen sollte, oder aufhören könnte.

Dein Gedicht ist wunderschön, eine intensive Liebeserklärung an den Morgen und das Licht.

Seine besondere Stärke liegt für mich in der Sprache, die Bilder und Inhalt so sanft, fast märchenhaft anmutend, zusammenbringt.

So fühlt es sich für mich persönlich an, als hättest du mich durch einen vergangenen Traum begleitet und die Dunkelheit in Licht gekehrt.

Der erste Licht gewordene Kuss.

Von allen Bildern, dieses ist es!

Mir gefällt die Vorstellung, dass in einem Universum, in dem Existenz neben uns erst einmal eine ewige Weite toter Materie und unendlicher Bedeutungslosigkeit zu sein scheint, im Licht eines magischen Sonnenaufganges ein Teilchen entstehen könnte, das irgendwann ... ich weiß es nicht, was schönes eben.

Dass sich im Auge des Beobachters eines besonders schönen Sonnenaufganges durch das Photon das Teilchen mit dem es entstand mit dem Empfinden der Besondersheit des Moments verschränkt und seinen Weg mit einem Zeit/Punkt verknöpft, der dem entspricht.


Ich möchte zum Schluss nur eines anmerken:
Im Kontext des Gedichts ist die Darstellung der Nacht passend und sinnvoll.
Aber sie trägt ihre ganz eigene Schönheit, anders aber nicht minder.

Ich meine das ernst wenn ich sage dein Gedicht hat für mich etwas persönliches.
Danke, es ist wunderschön!

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende 🙂

Viele Grüße
Delf
 
  • Dionysos
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