Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.
Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
Homo stupidus
Der eine glaubt, er weiß. Macht alles immer besser,
Vor allem jeden Scheiß. Und liefert gern ans Messer.
Der zweite weiß, er glaubt. Macht alles immer schlechter.
Denkt kreuz und quer verschraubt. Nicht echter, nicht gerechter.
Der dritte glaubt, er glaubt. Blickt...
Liebe ist -
kein Blitz, der einschlägt,
denn dieser setzt alles in Brand
und lässt nichts als Asche zurück
Fehlt es uns, das Glück der Liebe,
leiden wir durch Herzensdiebe,
ist die Wahl Zufriedenheit,
in Respekt und Zweisamkeit.
Freundschaft kann zur Liebe reifen,
wenn wir...
Immer wieder
Immer wieder, immer wieder,
dieses Drehen um sich selbst;
alle singen ihre Lieder
immer wieder.
Neue Zeiten, alte Lieder,
gleicher Klang im Tonkonstrukt;
schnür dich fest im Taktstockmieder,
immer wieder.
Viele Kriege, keine Siege,
Namen für das Totenbuch;
und...
Albtraumwelt
Es sitzen Raben, dort im Baum,
versammelt für die Nacht;
sie schlafen, aber einer wacht,
verzichtet auf den Traum.
Der Baum ist kahl, die Nacht ist kalt,
der Frühling weit entfernt
und selbst der Himmel blickt entsternt
herab zum Häuserwald.
Ich trinke einen kleinen...
Ein älteres Gedicht, das ich bereits 2012 schrieb. Aus aktuellem Anlass überarbeitet. Wie bei manchen meiner älteren Gedichte war auch bei diesem ein 'Auf-den-aktuellen-Stand-bringen' nur begrenzt möglich, dafür ist es zu alt. Aber ich habe mein Bestes getan.
Pantheon
Die Welt gerät...
Kollateralschaden
Es weint ein Kind und zerrt verängstigt
am Kleid der Mutter, kreischt: "Steh auf!
Steh, bitte, auf!" Sie steht nicht auf,
liegt auf dem blutgetränkten Boden
und regt sich nicht, bewegt sich nicht.
Die nächste Bombe. Grabesruhe.
Sonettodehymnus
"Wer dichtet, muss ein Feingeist sein!
Gepflegtes schreiben, mild, erhaben,
muss sich am Edlen, Linden laben,
darf niemals derb, politisch sein!
Auch muss die Feder Werkzeug sein!
Ins Tintenfass getaucht und schaben,
das Werk darf keine Kleckse haben,
muss, wie der...
Sitz! Platz! Gib Pfötchen! Brav. Hier, nimm, ein Leckerli!
Political correctness herrscht im Land:
Kein Grün, kein Rot, kein Gelb, kein Schwarz, kein Blau,
nur Grau. Und Braun, das sich im Nebel fand.
Das Krisenmanagement? Expertenschau
der Eitelkeiten. Glaubt doch keine Sau?
Es...
Unterkühlung
Ich spüre immer mehr mein wahres Alter,
als ob ich tausend Jahre oder länger lebte.
Wovon ich träumte, was ich auch erstrebte,
schlug fehl und immer wieder ließ ein kalter,
erbarmungsloser Wind, des Nichts Gestalter,
mich frieren bis ins Mark, die Kälte klebte
wie Pech an...
Powerfrauen
Im flachen Wasser quakt ein Frosch, hofiert
aus Leibeskräften, Liebeskräften, will
verführen, Liebe machen! Wie er giert!
Ihn schnappt 'ne Störchin und am Teich wirds still.
Aus Leibeskräften, Liebeskräften will
mein Nachbar mich becircen, dieser Wicht;
der hat...
Trallari, trallahey!*
Der kleine Spatz im Garten
sitzt aufgeplustert da,
muss auf den Frühling warten,
doch denkt er, mutig: Ja!
In frostig-kaltem Wind
beginnt er, froh zu zwitschern -
die Wolken wallen leicht.
Der zweite kommt geflogen,
das reicht für ein Duett;
mein Herz legt...
Wer höher steigt, als er sollte, fällt tiefer, als er wollte.
(Sprichwort)
Die Sonne brennt seit Wochen auf Häuserreihen nieder,
Beton, Asphalt und Menschen, sie kochen gleichermaßen
auf höchster Stufe gar, es verdampfen Hirn und Straßen,
was fehlt, das ist der Regen: Wann kommt er...
Kocht Elegien! Die schmecken! Zutaten: Buchstaben! Verse!
Hier! Mein Rezept: Das doppelte Distichon! Silben: Fein schnippeln!
Ausrufezeichen! Spondeen! Zäsuren! Hexameter rösten!
Doppelpunkte: Kein Reim! Wenig Pentameter: Scharf!
Alles! Mit Schmalz! In den Topf werfen! Gut umrühren: Schmatz!
Primatenabteilung
Die Leute stehen da und sind am Glotzen
und rufen: Ah! und Oh! und Guck! Giraffen!
Und Stachelrochen! Tiger! Rhesusaffen!
Oho! Und Eltern, die mit Wissen protzen!
Ein Kind schmollt: Hunger! und beginnt zu trotzen,
Will Pommes, Mayo! Vater streckt die Waffen.
Auf...
Über das Angeln von Fröschen
Als ich vor Jahren, rein aus Spaß,
in alten Märchenbüchern las,
entdeckte ich den Fröschetest,
erhob ihn gleich zum Manifest!
Bislang war ich wohl viel zu nett,
als Köder diente nun mein Bett.
Ich bat die Männer hold herein,
mit Willigkeit als schönem...
Brehms illustres Thierleben (Fauna Germaniæ)
Seht doch! Wie Pegasus flieht! So rasch, wie die Hufe ihn tragen!
Alter! Voll krass, ey, du Viech: Hexa un' Penta, du Hirsch!
Der Wähler steht im Walde
Es fließen Kredite im rauschenden Bach: Plitsch-platsch.
Bei Tag und bei Nacht ist der Banker stets wach: Ditsch-datsch.
Er mahlet das Geld zu dem kräftigen Brot
und futtert es selber, so leiden wir Not.
Plitsch-platsch. Ditsch-datsch. Klitsch-klatsch!
Alle...
Alles oder nichts!
Was wollte ich? Das habe ich vergessen,
im Dunkel liegt der Wunsch, der einmal war.
Hat ihn die Zeit am Ende aufgefressen,
so gierig, wie sie ist? In welchem Jahr?
Wie war ich einst von diesem Wunsch besessen,
das weiß ich noch, er war mein Superstar,
mein...
Es ist still geworden
Gestern hat ein Berg zu mir gesprochen,
über Zeiten, die vergangen sind.
Sprach zu mir, als wäre ich ein Kind,
so, als hätte ich mein Wort gebrochen,
nicht gehalten, was ich einst versprach.
Irgendwie, da konnte ich ihn spüren,
seine Trauer wollte mich...