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sinn, los!
ein leguan auf einem fels
in wassern afrikas ein wels
ein kapibara irgendwo
im fell des schäferhunds der floh
der steinkauz tief im dichten tann
ein wisent in tadschikistan
das dromedar im wüstensand
ganz stolz ein pfau in samarkand
die hausspinne im dunklen eck...
Eselei mit Horn
Karl, das Einhorn, drängt's zuweilen,
seinem Horne nachzueilen,
dessen Spitze zu erwischen,
dabei wüsste er inzwischen:
diese bleibt stets unerreichbar,
die Entfernung auch vergleichbar.
Nichts will helfen - auch kein Schielen
oder ganz genaues Zielen.
Wird...
und du liegst wach
und du liegst wach
im dunkeln hängst
fest in den gedanken
und längst vergangnen zeiten
fragst dich warum
das grübeln hab ich damals
nicht hätt ich doch nur
und wäre ich doch schon
in jungen jahren ich
gewesen mir selbst
mehr freund und rat
so liegst du...
Weihnachtswunder
Es schwebt ein Pottwal überm Wald.
Ich frage mich: ist ihm nicht kalt?
Dann sag ich mir: was bin ich dumm!
Der schwimmt auch im Polarmeer rum,
gewärmt von einer fetten Schicht.
Da stört ein bisschen Kälte nicht.
Doch warum fliegt er überm Tann
zur Weihnachtszeit...
Advents-Zeit
Bist du schon in Weihnachtseile?
Dann verweile, ruhe, heile!
Schenke lieber etwas Zeit;
etwas, das von Stress befreit.
Erst dir selbst und dann auch andern.
Mach aus Hetze stetes Wandern.
In der Ruhe liegt die Kraft,
die Besinnlichkeit erschafft.
Ach, wir...
In da Scheun
I
foid gonz socht
koide procht
stüh bein mondnschein
weißes tuach so fein
deckt de wies'n ein
grod erwocht
's kindal locht
in da scheun
II
hirtn stumm
schaugn si um
leicht gonz hö a stern
und vo noh und fern
eil'n sogleich se gern
hin zan stoi
wo sie...
ferien
tak tak tak tak tak
am schon morschen gartenzaun
entlang die vögel kennen
mich bereits (vermutlich am
hopserlauf der gummistiefel)
die sonne summt rund um die
bienenstöcke von onkel hans
und honigglück liegt in der luft
golden schwer und süß
durch die obstbäume vorne...
Am Weg
Als hockte dort ein schwarzes Tier,
zum Sprung bereit, so schien es mir,
wenn ich mit Oma, Hand in Hand,
mich vor der Wegbiegung befand
auf schmalem Pfad am See entlang,
der feucht durch düstren Wald sich schlang.
Die Kreatur schien schwach zu glimmen,
doch schien die...
Ichweißwein
Ach, nichtig scheint mir eben grad die Welt!
Mit Allem, das darinnen kreucht und fleucht,
mir sonst oft Sorgen in mein Denken scheucht.
Doch heute nicht! Ich sehe unverstellt
und wie mir scheint, in einem klaren Licht.
Wenngleich mich Manches nah am Truge deucht...
...
nabel
so mitten im nebel
bist du das zentrum deiner welt
erzeuger des knirschens
auf feuchtem kies
der wald nur noch einzelne
bäume am wegrand
dahinter verbirgt sich
alles oder nichts
.okt_2024
Schnupfen
Kaum kommt kaltfeucht die Jahreszeit
(Spätherbst genannt), so macht sich breit,
was dazu führt, dass alle schniefen,
sich räuspern, hüsteln, Nasen triefen.
Ein jeder rotzt, schwitzt, niest und krächzt
und steifgelenkig wird geächzt,
gestöhnt, geschnauft, viel Tee...
Haustiere
Theo, Kleos Beo, kann das Geräusch von Deo,
wie's aus der Dose - pfssss! - entweicht,
vortrefflich imitieren.
Besonders gerne tut er's dann,
fängt Mann im Bett zu kommen an.
Das kann schon irritieren.
Malte, Walters Falter, ist jetzt in jenem Alter,
wo's in Gelenken...
wolkenlos
die schweren wolken möchten gerne fliegen
und ihre hüllen dunklen graus verlieren
als weiße tupfen helles blau verzieren
anstatt als decke tief im land zu liegen
gehalten scheinen sie von regenschnüren
die fest verankert im schon nassen boden
und tief verwurzelt in den...
heimkehrer
den hügel bergan
schon die kirchturmspitze sehen
der mais salutiert am straßenrand
steht spalier vor blauem himmel
winkt mir nach
vor der friedhofsmauer
nicken sonnenblumenköpfe
ihr okay
das gelb verblasst
die katze schleicht
durchs stoppelfeld
hat keinen...
siebenkern
da sitzt ein siebenkern
auf meiner fensterbank
und starrt mich fest
mit sieben augen an
schon gestern fragte ich
mich was so stank
es ist das nest
welches so fürchterlich
odöhrt mir widerfährt
als eins der grausamsten
dieses geschick:
es mieft
es sifft und...
stillgelegt
ein atelier in regalen
feinsäuberlich gestapelt
vergessene ideen
verworfene entwürfe
sich selbst überlassen
verblichen
die freude am schaffen
unter schichten von staub
begraben träume
tuben schweigen sich an
auch das cadmiumgelb schreit
nicht länger zu lange...
dunst erhebt sich aus den wäldern
krähen schreiten auf den feldern
jedes blättchen wippt und tropft
regengüsse gingen über
wald und ackerkrume nieder
hör nur - meister specht - er klopft
klopft an tiefgefurchter rinde
dass er fette larven finde
eh' er suchend weiterfliegt
tropfen...
sommernachtsgeschehen
von ferne noch erklingt im nachhall bienensummen
ein weitrer heißer tag streckt müde glieder
und schickt im ersten kühlen hauch uns ein verstummen
er überlässt der nacht die große bühne wieder
der flug der fledermaus zerteilt die abendlüfte
hinaus zieht's...