[QUOTE='Anonyma]Hallo, Carry,
leider ist schon längere Zeit 1984. Und leider auch nicht nur in Bayern. George Orwell ahnte sicher nicht, wie - verhältnismäßig betrachtet - schnell seine Fiktion Wirklichkeit werden würde ...
Es fehlt wirklich nur noch das Verbot, den Fernseher auszuschalten (und Kameras daran, die den Betrachter betrachten) und 'fliegende Augen' (gibt ja auch Bücher, Filme und Serien, die diese Thematik verfolgen/ 'weiterführen'). Aber ansonsten - alles da. Gehirnwäsche? Gedankenpolizei (und militärische Bewaffnung der Polizei)? Political correctness? Hass, der geschürt wird? Generierte 'Feindbilder' - Flüchtlinge, gesellschaftliche Randgruppen? Neusprech - Simplifizierung der Sprache, um damit sogar zu verhindern, dass Menschen mangels Wörtern auch nur an Widerstand denken? Manipulative Medien? Haben wir das nicht alles bereits?
Überall Überwachungskameras, jeder kann per Smartphone oder Navi im Auto angepeilt werden, um festzustellen, wo er/sie gerade ist. Und immer wieder ist im Gespräch, Bargeld komplett abzuschaffen - das Ergebnis wäre die perfekte Überwachungsmöglichkeit in Sachen Konsum: Per Fingerabdruck bezahlen - exakt feststellbar und archivierbar (Datenspeicher), wer was wo, wann und wie viel davon kauft. Was wäre die 'Optimierung' davon? Kontrolle - Stellen, die vorschreiben, bestimmen, was man kaufen kann oder besser, darf und was nicht ... klingt übel? Ist diese Vorstellung wirklich total unrealistisch und utopisch? Nun, das wurde auch mal über 1984 gesagt ...
Ich bin nicht mehr jung und es gibt genügend Tage, an denen ich froh darüber bin, weil es zu viel gibt, das ich bereits erlebe(n muss). Und noch viel mehr, das ich gar nicht erleben (müssen) möchte. Ich habe persönlich ein schlechtes Gefühl beim Gedanken an alles, was da noch kommen wird, weil es so vieles gibt, das noch kommen kann. Ein verdammt schlechtes Gefühl.
LG,
Anonyma
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Hallo Anonyma,
Ich danke dir für deinen eindringlichen, ausführlichen und passenden und Kommentar. Ich kann dir nur in allen Punkten zustimmen und mir ist nicht wohl, bei der Entwicklung die diese Politik nimmt. Ein erstmals langsamer Prozess, der immer mehr Fahrt aufnimmt, sodass einem schwindelig werden kann und nicht abzusehen ist, wo das noch alles hinführen mag und wie mein Leben und vor allem das meiner Kinder und Enkel, davon bestimmt werden kann.
Ich kann leider nicht allzu viel dagegen tun, außer mit meinen Worten, meine Empörung über all die Egomanen und Machtbesessenen, versuchen die Finger auf die Wunden zu legen.
Wie schon Max Liebermann einst sagte:
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.
Dennoch möchte ich die Hoffnung noch nicht so ganz sterben lassen.
Lieben Gruß in deine neue Woche
Carry