Nur Kommentar Abrechnung im Zorn

Der/die Autor/in wünscht sich Rückmeldungen zum Inhalt des Textes und möchte keine Textkritik.
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Abrechnung im Zorn
 
Wer mag schon
Kassandras bittere Botschaft hören?
Wer beachtet  beim Schlemmen
das Schwert des Damokles über seinem Haupt?
Wer bemitleidet Tantalos
angesichts unerreichbarer Früchte,
wenn er diese mühelos
im Supermarkt erstehen kann?

 
Schon immer triumphierte Hybris vor dem Fall.
 
Einige wussten es.
Manche sahen es kommen.
Den Meisten schien egal, was verantwortungsvolle 
Wissenschaftler schon seit 1972 bedrückte.
Empfindsame Zeitgenossen mahnten,
konsumiert hätten wir über unsere Verhältnisse,
gedankenlos Ressourcen vergeudet.
Anscheinend ging vieles so weiter
wie gewohnt, auch als die Asylsuchenden
immer zahlreicher und die Schlangen
vor den Tafeln länger wurden.

 
Noch gibt es aufschiebende Momente
 
Gezehrt haben wir
von mühsam erarbeitetem Volksvermögen,
als längst die Jahre des Füllhorns vorüber,
haben wie Spekulanten einen ungedeckten
Check auf eine ungewisse Zukunft ausgestellt.
Täuschen wir uns nicht! Die Einbahnstraße 
des Wohlstandes für alle erwies sich als Sackgasse.
Deren Ende unsere selbstverschuldete Klagemauer,
begleitet von heftigen Regengüssen.

 
Umkehren heißt das Gebot unserer Tage!
 
Aufschieben ist menschentötend.
Schwer wird der Neubeginn, schwerer als 1945.

 
 
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