Als unruhiges Lichterrund auf dem einsamen Meer.

  • Behutsalem
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In einem rauen Netz aus groben Maschen eingesponnen,
gezogen durch den feuchten Widerstand der Strömung im Fluss Zeit.
Mit roher Kraft im Streit gegen die schäumende Gewalt des Vergessens.
Ausgeworfen von einem morschen Kahn der auf rohen Wellen tanzt.
Mit Bedenken wieder eingeholt, ist es längst bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt.
Verkommen zu einer brachgelegten Hülle, ausgedörrt von der salzigen Luft.
Sein Inhalt verloren an die Widerspinst der Titanen des Vergessens.
Fortgeströmt mit Urkraft und hinabgezogen in den tiefen Schlund.
Die Zeit ist eine wilde Flut ohne Ruhe und Gnade.
Einzig die Liebe spiegelt sich wie die Sonne,
als unruhiges Lichterrund auf dem einsamen Meer.
 
Autorin
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Hallo Erinnerung und Sehnsucht;
 
Ich lese diese Zeilen heute nicht zum ersten Mal, immer wieder bin zu ihnen zurückgekommen, weil sie mich irgendwie nicht los lassen.
und ich denke, dass ist mitunter auch eine Aussage in deinen Zeilen.. ein auf und Ab, ein immer noch einmal probieren, obwohl man schon längst weiß dass es keinen Sinn hat; oder nur wenig übrig blieb , das ein Verzeihen rechtfertigen könnte.. was übrig blieb ist die Liebe im LI die sich nun weitet und das Geschehene anzunehmen und vergessen versucht, als ein Lichterrund am Meer ..
 
Deine gewählten Metaphern geben dem Ganzen eine Schwere , sie lassen dem Leser Freiraum zu interpretieren und machen deine Denkweise sehr interessant..
 
sehr gerne gelesen,
mlg. Behutsalem
 
  • Behutsalem
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