An einem Abend

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Das Haus hält still und schließt die Türen,
vom Treiben draußen ist’s nun abgeschieden.
Man kann die Stille mit der Hand berühren.
 
Nur irgendwo knarrt eine Tür im Hause.
Von Nachbarns hört man Stimmen durch die Wände.
Ansonsten macht die Welt jetzt eine Pause.
 
Ach, sehr viel Zeit lässt sich der Abend heute.
Und nichts geschieht. Man könnte bloß noch heulen.
Die dumme Stille kriecht mir in die Häute.
 
Der Abend lässt mich an so vieles denken.
Das bisschen Glück? Es ist wie nie gewesen.
Manch Ärger nistet noch in den Gelenken.
 
Nur dies und das, die stille Zeit vertreiben.
Ich hör die Autos über Dämme rauschen.
Und immer trommelt Regen an die Scheiben.
 
Autorin
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In diesem Gedicht beschreibst du sehr realistisch einen Abend
in diesem Haus - deinem Haus.
Und ich muß sagen, ich kann vieles nachempfinden- vor allem diese Stille ….
Und dann kommen diese Gedanken, die man am Tage noch verdrängt hat.
Ich mag diese Stille nicht.
 
Diese Gedicht spricht mich an, weil selbst so ähnlich erlebt.
 
Gruß
eiselfe
 
Autor
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Danke, Eiselfe, fürs Reinschauen. Ja, ich denke, so eine Abendstimmung hat wohl jeder, wenn er allein ist, schon erlebt. Neu ist es also nicht.
Ich schreib nur auf, was ich so er- und nicht erlebe.
 
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