• Cheti
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Angst ist die, die mich begleitet
weil ein Mensch sie mir bereitet,

er schreit und schlägt so unbesonnen,


die Menschen die froh zu uns kommen.

 

Angst und Wut die uns begleiten,


weil 100 Menschen sie bereiten.


Sie reden nicht sie schreien nur,


von Menschlichkeit ist keine Spur.

 

Angst, Wut, und Augenzucken,


weil 1000 Menschen Feuer spucken.


Sie schreien, schlagen, töten gar,


seht ihr nicht langsam die Gefahr ?

 
 

Zu viele schüren fremdes Leid,


weil sie zum teilen nicht bereit.


Angst kann nicht die Lösung sein,


fällt uns da nicht Bess'res ein ?

 
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Hallo Gutmensch,
auch von mir ein Willkommen in der PoetenWG!
Wenn man die Medien so verfolgt, kann man schon den Eindruck bekommen, es werden immer mehr, die versuchen mit Angst anderen ihren Willen aufzuzwingen. Die Steigerung von ein(em) über 100 bis zu 1000 treibt die Spannung gut hoch, allerdings verstehe ich den Wechsel zum "uns" am Schluss nicht ganz, denn die große Mehrheit will sicher keine Angst verbreiten, allerdings könnte sie mehr dafür tun, sie zu unterbinden.
Gern hineingedacht und LG
Perry
 
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Hallo Gutmensch,
 
ein Text, der deinem Namen alle Ehre macht
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Ich finde, er fasst relativ kurzweilig einige Probleme der heutigen Gesellschaft zusammen, ohne dabei zu aufdringlich zu sein.
 
Allerdings weiß ich nicht, ob Perry das "uns" im abschließenden Vers missverstanden hat und es den Leser in die Gruppe der Angst-habenden inkludiert, die das LI im ersten Vers verspürt oder ob tatsächlich die Angst vor dem Fremden etc. gemeint ist. (So hatte ich es ebenfalls zuerst rausgelesen). In dem Zusammenhang wäre eine kleine Erklärung ganz schön.
 
[QUOTE='Walther]an deinem gedicht gibt es einiges an arbeit. eine idee davon vermittelt mein blogeintrag zugetextet.com/?p=5775, der aufzeigt, was gute reim- und formlyrik ausmacht und wie man sie für sich erschließen kann.
[/QUOTE]Walthers Standardkommentar kann ich hier nicht zustimmen. Die Wortwahl könnte vielleicht ein bisschen kreativer ausfallen, würde ich jetzt aber keineswegs kritisch anmerken. Das Metrum ist noch leicht ausbaufähig, aber zumeist stimmig zwischen den Versen.
Vermeiden würde ich den relativ häufigen Wechsel von Jambus und Trochäus als Auftakt der Verse; die Betonung sieht momentan so aus:
 
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LG Cheti
 
Autor
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ich danke euch für die freundliche Begrüßung und natürlich für eure Hinweise.
 
Lieber Walther, ja meine Verse sind nicht perfekt, jedoch lesen sie sich sicher beim zweiten Mal flüssiger. Vor allem geht es mir um eine Aussage zu der ich stehe. Ich schreibe schon unzählige Jahre Geschichten und Gedichte und kann deine Kritik jedem Anfänger empfehlen, ich kann sie hierbei aber nur teilweise nachempfinden.
 
Lieber Perry, leider werden es immer mehr Menschen die sich radikalisieren. Tatsächlich habe ich und viele andere Bürger Angst vor dieser Entwicklung.
Aber auch die Schreihälse haben irgendwie Angst, wenn auch nicht begründet, denn spürbare Nachteile sind uns allen nicht entstanden, dadurch das wir solidarisch Menschen aufgenommen haben ( Probleme Mancherorts sicherlich ).
 
Ja Cheti, zweideutig habe ich selbst den letzten Vers empfunden und mir gedacht, lass ihn so, denn beide Seiten haben Ängste. Jedoch "uns" und damit meine ich dich und mich und die große Mehrheit, sollten nicht ängstlich schweigen sondern Ihre Meinung laut äußern, Mißverständnisse und Fake News
aufklären und sich offen von dunkelbraunen Gemeinheiten distanzieren.
 
Ich weiß wir sind hier kein politischer Debatierclub aber gerade wir, die mit Worten umgehen, können einen Teil unserer Kreativität zum Bekenntnis zur Menschlichkeit nutzen und damit Menschen inspirieren.
Vieleicht ist dann irgendwann "Gutmensch" kein Schimpfwort mehr.
 
Beste Grüße von mir
 
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...würde ich nicht gänzlich sagen.
Ich sehe auf jeden Fall, dass außer zwei gepaarten Versen allen Versen, die sich reimen, das gleiche Metrum zu Grunde liegt. Da wäre der Hinweis auf den Blog in jedem zweiten Foreneintrag besser angebracht.
 
Es fehlen zugegeben sieben Kürzen, um das Versmaß zu vereinheitlichen (abgesehen von den Kadenzen, sonst 15), aber nur drei, um die Paare anzugleichen. Das allein würde bereits harmonisch klingen.
 
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LG Cheti
 
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