Textarbeit erwünscht Bank im Wald

Der/die Autor/in wünscht sich konkrete Rückmeldungen zur Textgestaltung.
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03.10.20
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Bank im Wald​
 ​
Auf meinem Wegesrand sehe ich Sie immer wieder, diese marode Bank​
 ​
alleine und verlassen steht Sie da​
nicht besonders schön und etwas sonderbar​
 ​
auf den ersten Blick wirkt Sie fahl und grau lediglich die ersten Sonnenstrahlen spiegeln den Tau​
 ​
alte Bäume schenken Ihr Licht und Schatten​
was diese wohl schon alles zu belauschen hatten​
 ​
Blätter und Äste schützen Sieseit Lebzeiten ​
vor ungestümen Gezeiten​
währenddessen diese mit voller Kraft weiter wachsen​
fängt die Bank durch all die Jahre an zu knacksen​
 ​
viele machten hier bereits Ihre Rast​
und auch ich nehme darauf Platz​
lehne mich an, am gespaltenen Holz​
Es ruckelt und wackelt , was solls​
 ​
Die Zeit ist es was Ihr zuträgt und wie jedes Menschen gleich Ihr Leben lebt​
 ​
obgleich Sie hat viele Geschichten zu erzählen, steht Sie stumm und verwegen am Rand​
wirkt karg und fahl und oft unerkannt​
 ​
in Ihr sehe ich allerdings eine Schönheit, Liebe und Kraft​
selbst nach all den Jahren hat so vieles durchgemacht​
 ​
Sie ist sich selbst überlassen​
keiner der Sie hegt und pflegt​
und dennoch jeder sich Ihrer anlehnt​
so manch einer verweilt und ruht und seine Sorgen kundtut​
 ​
Nur die Bäume sind stets Ihr stiller Begleiter​
ansonsten zieht jeder Besucher nach einer gewissen Zeit weiter​
so manch einer kehrt manchmal zurück und ist froh das es Sie noch gibt,​
in Ihr jedoch keine besondere Aufmerksamkeit sieht​
 ​
Es sind die Jahre die Ihr zutragen und die wenige Pflege​
denn es geht jeder seiner Wege​
 ​
man sagte Ihr Du bist aus Holz gemacht und das ist nicht beständig​
dich zu hegen und zu pflegen wäre zu aufwendig​
 ​
Stattdessen prangt jetzt am Wegesrand eine kühle Metallbank​
trist und grau ohne Wärme​
 ​
lehnt euch an Sie an und erzählt euer Leid über den Verlust der alten Zeit​
 ​
Sie kann es nicht hören euer Gelärme​
 ​
Willkommen in der Moderne​
 
Autor
Registriert
16.10.20
Beiträge
171
Hallo Sternschnuppe,
mir gefällt dein Gedicht, da es angenehme und schöne Bilder entwirft und zum Ende die kühle Moderne kontrastiert. Zum Ende hätte ich es passender gefunden, wenn die metallene Bank eure Gefühle / Nähe nicht spüren kann, anstatt "sie kann es nicht hören euer Gelärme" (auch wenn sich das natürlich schön auf Wärme und auch Moderne reimt!), denn so eine Bank steht im positiven Sinn ja eher für intime / ruhige Gespräche. 
Und ich frage mich, wieso du die Bank als Personalpronomen mit "Sie" und "Ihr" schreibst. Ich sehe nicht, wieso sie gesiezt oder gar der Pluralis Majestätis angewandt werden muss?
Nicht falsch verstehen und einen schönen Wochenstart!
Botengruß
 
  • Bote_n_stoff
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