Hallo Herbert Kaiser,
dankeschön, dass du vorbei geschaut hast und diesen Aspekt der Stille beschreibst.
Hallo Ostseemöwe,
es freut mich, dass du der Stille im Sturm etwas abgewinnen kannst.
Ja, das Sturmthema ist gerade aktuell und wie ich sehe sehr inspirierend. Da tobt es ja ordentlich in deinem gelungenen Gedicht.
Zwar ist es hier im südlichen Teil Deutschlands auch recht stürmisch, aber das synchrone Erscheinen von Thema und Wettereireignis ist wohl eher Zufall.
Hallo Berthold,
dankeschön, dass du in das Gedicht eingetaucht bist und mir deine Eindrücke schilderst. Damit kannst du gar nicht falsch liegen, denn dieser Text ist ja sehr offen gehalten. Außerdem verselbstständigt sich ein Gedicht, so dass der dahinter liegende Deutungsraum ähnlich bis unterschiedlich erlebt werden werden wird.
Du förderst Gefühlsnuancen und Eindrücke zu Tage, und das freut mich, die mir beim Schreiben teilweise nicht bewusst waren, die aber ebenso zu dem Text gehören und ihn beleben.
Ich möchte weitgehend von einer Selbstinterpretation absehen, um den Prozess, der zu dem lyrischen Ergebnis führte, (da wo ich es überhaupt kann), nicht wieder rückgängig zu machen.
Nur soviel:
"Genaus so" und den "Bögen der Welt".
Da besuchte mich der Eindruck, dass sich im Nachhinein und im "Fenster des Jetzt" die Ereignisse in einer ungeheuren Präzision manifestieren, die sich nicht auseinander nehmen lässt, einfach statt finden, was, wie mir scheint, dem von dir gewonnenen Eindruck ähnelt, Teil der Szenerie zu werden.
Auch mit deinem Eindruck einer Jenseitsreise und der Todesstille, berührst du Ähnlichkeiten.
Das LyDu kann verbal nicht kommunizieren und somit auch nicht aus seiner intrasubjektiven Reise berichten (ihm/ihr "souffliert die Stille"), obwohl es körperlich anwesend ist.
Die Vergangenheit, die Verzweiflung über diese Form der Trennung, Sehnsucht ist anwesend, aber auch der befreiende Sog der Stille, wie es Herbert schön gesagt hat, kann das intensive Geschehen für Momente zur Ruhe kommen lassen und den Blick weiten. (Bögen der Welt).
Aber auch dein angesprochener verbindende Aspekt dieses Bildes (Bögen der Welt) gefällt mir gut.
Aber wie schon gesagt, die unterschiedlichen Interpretationen dürfen gut für sich stehen.
Normalerweise begegneten sich Leser-, und Schreiberbetrachtung ja eher selten. Das hat sich durch die Begegnung in der Forenwelt geändert. Ein "richtiger" gibt es da nicht, höchstens ein Ähneln. Wenn ich als Autorin auf "meine Version" bestehen wöllte, müsste ich eindeutiger schreiben.
Hallo Josina,
dankeschön für das "sensibel und tiefgründig". Das freut mich sehr.
Nochmal besten Dank für euren Besuch, eure Gedanken und die Erweiterung, die dadurch zustande kam.
LG,
Mi