Dafür muss man Schwimmen können...

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Eine Untauglichkeit
 
Ich weiß, ich tauge nicht
zum Hochglanzlächeln,
welches angesagtem Treiben
die Fassade gibt,
auch nicht zum Logo
für was anderes als mich selbst.
Vielleicht hab ich zu viel von dem
gesehen, erlebt, erlitten,
was dahinter sein kann.
 
Früher ließ ich lange
andere bestimmen,
wollte nicht das Ruder
an mich reißen
und saß mit im Boot, sah
mir von dort aus an, wohin die Reise geht.
Aber immer wieder hielten sie’s für
meine Schwäche, ihre Stärke,
nie für meine eigne Wahl.
 
Wenn ich dann doch endlich
ausgestiegen, weil ihr Herrschen
gar kein Dienst war
und mein eigener dadurch
sinnlos wurde,
hielt man mich noch für verrückt.
Jede Warnung meinerseits,
drauf konnt' ich mich verlassen,
wurde überhört.
 
Wenn ich lächle, dann nicht,
damit irgendjemand seh'n soll,
dass es mir, weil ich nun
irgendwo dazu gehöre,
bestens geht,
als Werbung für befriedigenden Kauf.
Nein, kann sogar sein, ich zeige
leise Freude über einen Schiffbruch,
dem ich doch entging.
 
Rupert 8.4.2011
 
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spontan fällt mir zu deinem Gedicht ein: Es sind nicht die selben Menschen, die alle im Boot sitzen. Nicht mal das Boot ist für alle Menschen dasselbe -
für manche ist es nur ein armseliges Ruderboot, für andere eine Luxusjacht.
 
..und mir gefällt diese dezidierte Betrachtungsweise...
ist eigentlich ein Extra-Gedicht wert,
aber ich will die "Boot"-Metapher nicht überstrapazieren...
vielleicht fällt mir ja noch was anderes ein für ein
"Was ist es für Dich ?" !
 
Dankeschön
sagt
Rupert
 
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