Nur Kommentar DAS FEHLEN

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  • S. Athmos Welakis
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Ich vermisse den ermordeten Vater,
die verstorbene Mutter,
die stark gealterte Schwester.
 
Mir fehlen die Brüder,
die Neffen,
die Nichten.
 
Ich vermisse jene, die mich liebten
und jene, die mich hassten.
 
Mir fehlt die Heimat.
Mir fehlst du, meine Liebste.
 
In Gegenwart dieser Abwesenheiten
bin ich zum Nichts geworden
 
Wenn der Tod käme,
fände er mich nirgendwo.
 
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Guten Tag Fehyla, ohne die Lieben lebt man irgendwie im nirgendwo. Dem kann ich zustimmen. 
 
Liebe Grüße Juls
 
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Hallo  @Fehyla
 
Das klingt deprimierend, so einsam und verlassen. Das LI ist gefangen in einer kalten lieblosen Welt, in der man schwer einen Halt findet. Fehlt die Liebe, dann wachsen dem Menschen keine Flügel und kein wärmendes Gefieder. 
 
LG Teddybär 
 
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Hi Feyhla,
 
ich fühle mit dem LI, das offensichtlich aus seiner Heimat fliehen musste, weil dort Mord und Totschlag herrschen. Die Flucht bringt eine totale Entwurzelung. Die ist so restlos, dass sich das LI sogar wieder diejenigen herbeiwünscht, die es hassten. Das ist wirklich extrem. Den Schluss empfinde ich als beeindruckend:
In Gegenwart dieser Abwesenheiten
bin ich zum Nichts geworden
 
Wenn der Tod käme,
fände er mich nirgendwo.
Ich kann nur den Hut ziehen und gleichzeitig zutiefst bedauern, wie in unserem Land Flüchtlinge "empfangen", d.h. am liebsten verjagt werden, weil wir in unserer Sättigung nicht einmal versuchen wollen zu verstehen.
 
Ich wünsche dem LI die Kraft und Ausdauer für neue Freundschaften in der Fremde.
 
Liebe Grüße,
Athmos
 
  • S. Athmos Welakis
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