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01.04.21
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    Das Feuer deines Lebens

wird als zuckendes Flämmlein geboren,
behütet, beschirmt und geschützt
gegen lebenslöschende Winde.

 
Zusehends flackert es auf, 
wölbt sich empor zu ersten Flämmchen,
windet, dehnt sich weiter,

 
schießt in die Höhe und fällt kraftlos
in sich zusammen, besinnt sich wieder
und richtet sich auf.

 
Gierig saugt es seinen Atem
aus dem Äther, lebt von erdgeborener,
sich selbst verzehrender Substanz.

 
So tanzen Flammen ihre Pirouetten, 
erhitzen sich wechselseitig, flüchten
wie Geister in den nächtlichen Himmel.

 
Neue Feuerzungen drängen nach
an ihre Stelle, leuchten noch eine Weile auf,
fallen zurück und sinken auf Glühendes,

 
wo sie nach und nach erlöschen,
indes zuckend die Glut abstirbt

 
und eine Schale voll Asche bleibt.
 
 
 
 
Autor
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11.06.23
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861
Lieber Carolus,
 
das sind wirklich feurige Zeilen. Eine Hymne an das Leben, trotz des traurigen Schlusses. Aber wo Feuer ist, da ist auch Asche. In der sich immer noch Glutnester verbergen können...
 
Flammende Grüße
Cornelius
 
Autor
Registriert
12.12.21
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122
Sehr schön formuliert. Manchmal flackert das Feuer ganz friedlich, und manchmal ist es eine lodernde Glut die man kaum aushält. Hat mir sehr gefallen. 
 
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