Das Leben eines Anderen

  • Homo_Ingenuus
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Das Leben eines Anderen
 

Hast Du Dich schon Einmal im Dasein gefragt,

wie das Leben eines Anderen aussieht?


Und hast Du es im Anschluss daran gewagt,


dass Du den Körper verlässt und erlebst was geschieht?

 
 

Warst Du schon Fremder, Tier, Stein, Tod oder Baum?


Kennst Du es, wenn der Federkiel lebendig wird?


Ist der Gedanke nicht schön, wäre es mehr als Traum,


und Du spürst, dass man sich in eig’nen Lügen verliert?

 

Doch stell’ Dir vor, du wärst dieser Andere,


dass Du nur in fremden Gedanken existierst.


Wie wenn ich mit den Worten in Dir wandere,


Du Dir um Dein Wesen doch erst bewusst wirst?

 

Vielleicht bist Du, wie ich ja einzig erdacht?


Der Traum, in dem Dich jemand Anderes erschaffte,


stell’ Dir vor, für diesen And’ren endet die Nacht,


und dass er genau, wie Du jeden Morgen erwachte...


 
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Perspektivenwechsel ist erst das Salz in der Suppe jeder Dichtung. Du hast es ein bisschen vornehmer umschrieben und mit Beispielen belegt , was mir gefaellt.
 
LG RS
 
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Als allumschreibendes Stichwort fällt mir gerade "Empathie" ein.
Über den Tellerrand: wie können wir uns anmaßen, über andere zu urteilen (insofern sie niemandem Schaden zufügen), wenn wir nicht in der Lage sind, uns auch ein stück weit von uns selbst zu distanzieren und versuchen, den "Anderen" zu verstehen? So quasi im positiven Sinne "die Haut zu wechseln"...
 
gelungenes Werk von anno dazumal
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  • Homo_Ingenuus
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