Nur Kommentar Der alte Jägersmann

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Der alte Jägersmann
 
Das Jägerhorn erschallt im Walde
Bluthunde führen ihn zur Beute
Hat Pulverblut geleckt, der graubärtige Alte
Befleckte, knochige Hände
Doch fest im Griff, die treue Flinte
Das Auge kann noch sehr scharf sehen
Nichts kann seinen großen Ohren entgehen
Der Atem riecht, nach Kräuterschnaps und Mentholtabak
Rot prangen die Wangen, über dem Zwirbelbart
Vom Fieber der Jagd erregt
Sich das alte Eisen hebt
Und daheim, eine Klagemauer an Trophäen
Hirsche, Bären, Eber, Wölfe, Rehen
 
Da plötzlich bleibt er stehen
Als er die Stille, im Walde vernimmt
Nur die Hunde bellen laut
Auf das Grauen, das herabschaut
Es tropft rot, auf seinen Federhut
Vom Kronendach, kaltes Blut
Oben im Geäst, erspäht der Alte sodann
Einen am Strick baumelnden Mann
Aus toten Adern kriechen Maden
Und ein Mund voll Fliegen
Reich beladen
Gepackt vom Schock, ein falscher Schritt ins Laub
Die eigene Bärenfalle zuschnappt
Laut der Schrei, tief der Schmerz
Das halbe Bein gekappt
 
Kommt nicht frei, es wird Nacht
Die Geister der Wälder, werden wach
Und die Flinte fällt zu Boden
Und die Hirschkuh spottend lacht
Der Wald hat ihn, samt der Hunde verschluckt
Nie mehr auch nur
Einen Fingerknochen wieder ausgespuckt
 
  • Joshua Coan
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