Der lange Weg zu dir

  • Freiform
    letzte Antwort
  • 5
    Antworten
  • 745
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Autor
Registriert
02.08.19
Beiträge
2.569
Der Horizont
ist verdammt weit weg
und egal wie lang ich laufe
ich komme ihm nicht näher
 
Genauso schwierig scheint es
dein Herz zu erreichen
es will mir einfach nicht gelingen
 
Du nimmst mich tröstend in den Arm
sagst
ich solle endlich die Augen öffnen
dann würde ich erkennen
dass es schon lange
nur für mich schlägt
 
Autorin
Registriert
08.05.19
Beiträge
2.350
Hallo Freiform,
 
mir gefällt auch die Botschaft, die in deinen Worten liegt. Die verzweifelte Suche lässt einen blind werden, je mehr man etwas ersehnt, desto ferner scheint es. Dabei bräuchten wir mitunter nur die Augen zu öffnen, mit dem Herzen sehend werden..
 
Hier: ich solle endlich die Augen öffnen
würde ich das "e" ergänzen. Schließlich schreibst du anschließend auch im Konjunktiv.
 
Liebe Grüße, Lichtsammlerin
 
Autor
Registriert
02.08.19
Beiträge
2.569
Hallo Gina,
ich danke dir ganz herzlich für deinen Besuch und den schönen Kommentar!
Du darfst auch gerne einmal kundtun wenn dir etwas nicht gefällt, ich beiße nicht
smile.png.f906b075d0d635c0b59813836a4af7e8.png

 
Dankeschön!
 
grüßend Freiform
 
 
 
Hallo Lichtsammlerin,
ich danke dir ganz herzlich für deinen Besuch und das dir die Botschaft des Textes zusagt. Ja das „e“ , ich habe es schon mehrfach dort stehen gehabt und dann wieder gestrichen, weil es mich beim Lesen gestört hat. Nu, dann kommt‘s halt wieder hin.
 
 
Dankeschön !
 
grüßend Freiform
 
Autor
Registriert
02.08.19
Beiträge
2.569
Hallo Gina,
verstehe, es sein dir unbenommen, ich wollte es nur einmal anbieten. Dankeschön!
 
grüßend Freiform
 
Registriert
07.01.20
Beiträge
1.193
Lieber Freiform,
 
die Horizontmetapher ist wirklich stark, weil sie diese Sehnsucht nach mehr Nähe ausdrückt und zugleich offenlegt, dass es diese absolute Annäherung nicht geben kann. Wenn man dies akzeptiert, erkennt man sehr viel besser, wieviel Nähe ja schon da ist, wenn einem dieses Wunder zuteil wurde, dass ein anderer Mensch einen liebt.
 
Auch interessant, wie du die innere Reise des LI zu dieser Erkenntnis formal unterstützt hast: In der ersten Strophe geht es nur um den Horizont, ohne dass unmittelbar klar wird, wofür der Horizont steht. Es ist zu dem Zeitpunkt das reine Erleiden der unüberwindbaren Ferne. In der zweiten Strophe verbindet sich dieses Erleiden mit dem LD, da der Vergleich zum Herzen des Anderen bemüht wird. In der dritten Strophe findet diese intime Begegnung zwischen den beiden statt - eine Umarmung: Ausdruck von Nähe und Geborgenheit; Worte der Nähe, von Angesicht zu Angesicht. Da scheint das LI am Ende seiner inneren Reise schließlich beim geliebten Menschen angekommen zu sein.
smile.png.f906b075d0d635c0b59813836a4af7e8.png

 
Sehr schönes Gedicht, das über unserer Unzulänglichkeit, einem Menschen beliebig nahe zu sein, hinweg tröstet, indem es darauf verweist, dass Nähe an sich möglich und keinesfalls selbstverständlich ist.
 
LG
 
Autor
Registriert
02.08.19
Beiträge
2.569
Hallo Schmuddelkind,
Ich danke dir ganz herzlich für deinen Besuch und die ausführliche Textanalyse!
Es freut mich sehr, dass du mit meinem Text etwas anfangen kannst und er dich positiv angesprochen hat.
 
 
Dankeschön!
smile.png.f906b075d0d635c0b59813836a4af7e8.png

 
:welcome_yellow:
 
grüßend Freiform
 
  • Freiform
    letzte Antwort
  • 5
    Antworten
  • 745
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Empfohlene Themen

Beliebte Themen

Oben