Feedback jeder Art Der Schrecken im Souterrain

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  • Melda-Sabine Fischer
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Lang schon lebt in meinem Keller
eine dunkle Kreatur.
Meine Pulse schlagen schneller,
muss ich kurz hinunter nur.
 
Das Verlies ist fest verriegelt,
wo das Biest in Ketten liegt.
Das Gefängnis ist versiegelt,
der Gefangne unbesiegt.
 
Höre Nacht für Nacht ihn brüllen,
wenn er seine Flammen speit.
Wird das Schicksal sich erfüllen?
Bleibt mir noch ein wenig Zeit?
 
Zerrt es auch an meinen Nerven,
denk ich an den schweren Gang -
jede Furcht will ich verwerfen
voll Elan und Tatendrang.
 
Morgen ziehe ich die Plomben
dem verhassten Dauergast
in den dunklen Katakomben,
werde frei von dieser Last.
 
Frieden findet meine Seele,
bin ich wieder Herr im Haus.
Mutig folg ich dem Befehle,
tausche meine Heizung aus.
 
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Hallo Cornelius,
ja die "fauchende und stinkende" alte Ölheizung muss irgendwann raus, bleibt die Frage, was wärmt uns dann?
Gas, Erd- bzw. Fernwärme, (Solar)Strom oder Pellets, aber die fressen alle große Löcher in den Geldhaushalt.
Wenn alle Stricke reißen, wärmen wir uns eben am Klimawandel.
Konstruktiv bin ich an den "Plomben" hängengeblieben, da dachte ich kurz das LI bekommt eine neue Zahnfüllung. 😉
Gern spekuliert und LG
Perry
 
ehemaliger Autor
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Nun lieber Cornelius,
 
ich habe keine Öl- sondern eine Pelletsheizung, aber sei unbesorgt, die gibt auch mächtige Geräusche von sich wenn sie sich pünktlich jeden Abend gegen 18.35 ihre Tagesration an kleinen Pellets aus dem Speicher holt. Etwas mehr als eine halbe Stunde danach, wird der Verbrennungsraum mittels automatischer Säuberung gereinigt, dies klingt wie ein lautes Schlagen und Rütteln... 😉 
Von daher konnte ich deinen Text recht gut nachvollziehen.

Liebe Grüße
Uschi
 
Autor
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25.05.20
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Sehr schöne Geschichte, lieber Cornelius.
 
Als kein Zahn, sondern einer Plombe gezogen werden soll, deutet sich an, dass die zu desillusionierende Kreatur metallischer als ein Drache ist.
 
Mit Freude gelesen.
Grüße von gummibaum
 
Autor
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11.06.23
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Danke, liebe Mitpoeten, für eure Kommentare!
 
Unter uns 🤫: Die Strophe mit den Plomben lautete zunächst:
 
"Morgen schlägt die letzte Stunde
jenem Gast im Kellerloch.
Morgen schließt sich diese Wunde,
abgeschüttelt ist das Joch"
 
... aber das war mir beim wiederholten Lesen zu fade. Da kam ich auf den Gedanken, das Wort "Katakomben" könne sich gut ins Gedicht einfügen, und suchte nun noch ein passendes Reimwort, das aus der skurrilen Düsternis leicht schelmisch hervorblinzeln sollte...
 
Euch allen eine geruhsame Nacht wünscht
Cornelius
 
 
 
  • Melda-Sabine Fischer
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