Der See, er schwieg

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Der kleine See lag still, als ob er schliefe,
kein Vogellaut, der sich aus Lüften schwang.
Vom fernen Dorf ein leiser Glockenklang,
es war, als ob mich eine Stimme riefe.
 
Am Ufer stand ich, blickte in die Tiefe
des Sees, wohl mehr als nur minutenlang.
Hoch über mir bog sich ein Felsenhang,
so hoch, als ob die Wolke drüberliefe.
 
Ich fragte mich, was ist des Lebens Sinn,
woher wir kommen und wohin wir gehen
und was aus dieser Welt wird fürderhin.
 
Der See, er schwieg. Von irgendwo ein Wind,
fuhr durch die Bäume, ließ das Laubwerk wehen.
Ich fühlte es, er war mir wohlgesinnt.
 
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Toll jetzt möchte ich auch an einen See, finde das sinnlich romantisch nachdenkliche hast du sehr schön getroffen. Die Ruhe ein Ort an den man in sich kehren kann
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Lieber Nils,
 
danke für deine Unermüdlichkeit. Ja, so ein See, da kann die Seele schweifen, und die Blütenträume reifen.
Und warum eigentlich denn nicht?
 
Angelika
 
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Hallo Angelika,
vielleicht liegt die Anziehungskraft des Wasser darin, dass wir in ihm unsere Seele zu sehen glauben.
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LG
Perry
 
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Lieber Perry,
 
woran es liegt, dass Wasser so faszinierend auf uns wirkt - ich weiß es nicht. Vielleicht sind wir eigentlich auch gar keine Menschen, sondern Badenixen? Danke für den nachdenklichen Kommentar.
 
Lieben Gruß, Angelika
 
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Hallo Angelika, wie heißen denn männliche Badenixen? Badenixer???
 
Also ich finde Wasser hat in der richtigen Menge und am richtigen Ort eine beruhigende Wirkung, ob als stiller See oder auch als fließender Wasserfall oder das Meeresrauschen der Wellen am Strand. *träum*
 
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Hallo Angelika,
 
ich habe dein Gedicht 'Der See, er schwieg', gelesen. Es gefällt mir sehr gut.
 
Du stellst in deinem Gedicht die Frage alle Fragen: die, nach dem Sinn des Lebens. Kein Wunder also, dass der See (weise) schweigt und uns diese Frage nicht beantwortet.
 
Dein Gedicht hat vier Strophen: zwei vierzeilige und zwei dreizeilige; also zwei Quartette und zwei Terzette. In kurz: ein Sonett. - Wow!
 
In der ersten Strophe beschreibst du sehr stimmungsvoll die Örtlichkeit, den kleinen See. In der zweiten Strophe weitet sich der Blick: ein gewaltiger Fels türmt sich über dem Betrachter auf, macht ihn klein und demütig.
„So hoch, als ob die Wolke drüberliefe.“, gefällt mir besonders.
 
In diesem Kontext fragt der Betrachter nach dem Sinn des Lebens, nach dem Woher, dem Wohin. Gibt der See dem LI auch keine konkrete Antwort, vermittelt er ihm doch ein gutes Gefühl („Ich fühlte es, er war mir wohlgesinnt.).
Tja, und mir gibt die Lektüre deines Gedichtes ein gutes Gefühl. Das Gefühl, ein spannendes und stimmungsvolles Werk gelesen zu haben.
 
LG
Berthold
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