Feedback jeder Art Der Stein

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  • Schmuddelkind
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Nun sitze ich auf jenem Stein,
der dir vom Herzen fiel,
als ich versprach, dein Schatz zu sein,
das wäre nicht mein Ziel.
 
Es muss der Stein der Weisen sein,
an meinen Fuß gekettet
("Tu's nicht!" steht drauf), der mit dem Rhein
um meine Seele wettet.
 
Dass mir nun auch mal etwas glücke,
verspricht mir der Instinkt.
Drum werfe ich ihn von der Brücke.
Mal sehn, wie weit er springt.
 
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Hallo Schmuddelkind,
die ersten zwei Verse würde ich alleine stehen lassen.
Sie sind so gut und so rätselhaft und vielsagend, das alles danach sie nur schwächen können.
Höchstens könnte ich mir nur noch zwei Verse dazu vorstellen, um es abzurunden ...
Das sollte dir nicht schwer fallen.

 
 
 
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Vielen lieben Dank für euer Feedback, liebe Gina und lieber Carlos. :smile:
 
Gina schrieb:
wieder eine tolle Kreation aus deiner Feder.
Danke für dein Lob. Freut mich, dass es dir gefallen hat. :smile:
 
Gina schrieb:
Das heißt, man sollte mit den Versprechungen nicht so voreilig sein, sondern zuerst überlegen was kommen könnte.


Ich hoffe, ich habe es richtig Interpretiert, wenn nicht, naja.
In deiner Interpretation haben sich die Gefühle des LI für das LD nach dem Versprechen entwickelt, richtig? Ich selbst hätte es so gedeutet, dass es zum Zeitpunkt des Versprechens schon diese Gefühle hatte und lügen musste, um sein Gesicht zu wahren. Die Endgültigkeit, die darin liegt und ihre erleichterte Reaktion haben ihm dann wohl das Herz gebrochen. Aber klar, man kann es auch so lesen, wie du schreibst. Ich glaube, der Unterschied ist am Ende minimal. In beiden Fällen geht es wohl darum, dass des Einen Erleichterung des Anderen Balast sein kann.
 
die ersten zwei Verse würde ich alleine stehen lassen.


Sie sind so gut und so rätselhaft und vielsagend, das alles danach sie nur schwächen können.


Höchstens könnte ich mir nur noch zwei Verse dazu vorstellen, um es abzurunden ...
Jetzt bringst du mich zum Nachdenken. Ein Teil von mir möchte das gerne tun, weil ich tatsächlich auch erkenne, dass das Abbrechen des Gedichts nach der ersten Strophe eine interessante Offenheit kreiert. Ein anderer Teil von mir möchte, wie oben Gina gegenüber erläutert, diesen interessanten Bezug verdeutlichen, dass (hier durch den Stein verbildlicht) man manchmal schwer daran zu tragen hat, wenn ein anderer Mensch erleichtert ist. Auch wollte ich hier die Wandlungsfähigkeit der Steinmetapher austesten und, wenn möglich, überstrapazieren.
 
Ach, wäre eigentlich cool, wenn ich zwei Fassungen des Gedichts einstellen würde. Aber das macht natürlich keinen Sinn, wenn die eine Fassung ein Teil der anderen Fassung ist. :gruebeln_yellow:
Naja, ich lass das mal so und überlasse es dem Leser, nach der ersten Strophe weiterzulesen oder aufzuhören. :wink:
 
LG
 
Autorin
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Liebes Schmuddelkind,
 
Strophe 1 und 3 sind für mich sehr stimmig und stimmen mich nachdenklich, Offenheit ist so verdammt wichtig! Mit Strophe 2 tue ich mich schwer, vor allem mit Vers 3 und 4., es ist, als ob ich den Faden verlier. Ich werde sicher nochmal lesen (ist schon spät).
 
Vorerst lieben Nachtgruß, Letreo
 
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Vielen Dank, liebe Letreo, für dein konstruktives Feedback! :smile:
 
Strophe 1 und 3 sind für mich sehr stimmig und stimmen mich nachdenklich, Offenheit ist so verdammt wichtig!
Du meinst "Offenheit" im Sinne von "Uneindeutigkeit". Ja, die hätte dem LI wohl das Leben gerettet. Hätte es keine Aussprache gegeben, hätte es sich immer noch an dem "Vielleicht" festhalten können.
 
Mit Strophe 2 tue ich mich schwer, vor allem mit Vers 3 und 4., es ist, als ob ich den Faden verlier. Ich werde sicher nochmal lesen (ist schon spät).
Kann ich verstehen. Vermutlich wegen der eingeschobenen Klammer, wa?
Einerseits fand ich den Spruch "Tu's nicht" auf ausgerechnet diesem Stein ganz cool. Andererseits konnte ich ihn irgendwie nur so unschön einbauen. Wenn ich mich dazu überwinden könnte, auf den Spruch zu verzichten (wobei er ja auch erklärt, warum der Stein "Stein der Weisen" genannt wird), könnte ich eine klarere Version der zweiten Strophe anbieten:
 
Es muss der Stein der Weisen sein,
an meinen Fuß gekettet,
der augenscheinlich mit dem Rhein
um meine Seele wettet.
 
Wäre das besser?
 
LG
 
 
Autorin
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Ja, so ist es besser, Schmuddelkind, es stellt eine offene Überlegung (laut gedacht) dar.;-)
Für mich liegt die Weisheit darin, dass LI seinem Instinkt vertraut.
 
Liebe Grüße, Letreo
 
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Danke für dein Feedback zur Verbesserung! :smile:
Ja, dann übernehme ich es wohl so. Das Ursprungsgedicht lasse ich dennoch oben so stehen, damit man den sowohl den Faden, als auch die Entstehungsgeschichte der Endfassung besser nachvollziehen kann. Weiter unten kann man ja dann die verbesserte Version sehen.
 
LG
 
  • Schmuddelkind
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