Des Jünglings letzter Brief

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Des Jünglings letzter Brief
 
 
Seid ich dich kenn, bin ich nicht ich,
mein dunkles Hegen plötzlich wich.
Hast mich geweckt aus meinem Schlaf,
ein Segen war‘s, dass ich dich traf.
 
Von deiner Schönheit noch erblindet,
versteh ich doch, was uns verbindet;
Wie du so sprichst bin ich gebannt,
als hätt der Himmel dich entsannt.
 
Was du mir gibst, kann keiner geben,
was ich empfind, kann niemand nehmen.
Dein Wort, dein Satz, wie es mich trifft,
vergleichbar nur mit Gottes Schrift.
 
Wenn du mich küsst, bin ich erregt,
doch nur aus Liebe, tiefbewegt.
Ich brauch dich so wie Luft zum Atmen,
drum sterb ich, wenn wir uns nicht haben.
 
So hör bedacht, was ich dir sag,
ich wart nicht länger, keinen Tag.
Wenn du jetzt gehst, ganz ohne mich,
vereint uns nur des Dolches Stich.
 
 
W. August​
/center
 
Autor
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Ziemlich cool!
 
Also gefällt mir wirklich, liest sich quasi wie von selbst, die Reime sind cool und es kommt zu keinen Brüchen, sodass man aus dem Lesefluss oder Gedankenfluss gerissen würde.
 
Cool find ich auch die letzte Zeile, weil sie irgendwie so unerwartet kommt, aber es passt.
 
Also ich find, das Gedicht wirklich sehr gut.
 
sehr gerne gelesen
 
mfg Dyrian
 
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