Hallo
@ConnyS,
ein ansprechender Vierzeiler, der sich gut liest und etwas Grundlelegendes mitzuteilen hat. Ja, ein Reimgedicht lebt vom Klang und hat, wenn es gut gelungen ist, immer etwas Liedähnliches. Damit der Reim seinen klanglichen Reiz entwickeln kann, ist man gut beraten, wenn man entweder von Natur aus musikalisch ist, oder sich ansonsten solide Metrikkenntnisse angeeignet hat.
Bei der ersten Autorengruppe ergibt sich meist von alleine mit dem ersten Vers eine Sprechmelodie, die sich ins Ohr setzt und in den folgenden Versen weiterklingt.
Dichten ist wie Komponieren
Nur mit Buchstaben jonglieren
Spiel mit Wörtern und Gedanken
Die sich aneinander ranken
Einen kleinen Grammatikfehler habe ich dir in Blau ausgebügelt. Der zweite Vers liest sich ein bisschen sperrig, weil das Wort Buchstaben in der zweiten Silbe eine starke Nebenbetonung ausweist, die stark in Richtung XXx tendiert. Das ist nicht sehr schlimm. Aber da auch die Aussage hier nicht ganz zutreffend ist, weil man beim Dichten ja eigentlich nicht mit einzelnen Buchstaben hantiert, würde ich an diesem Vers ruhig noch ein bisschen fummeln, z.B.:
Mit dem Sinngehalt jonglieren
wäre eine Möglichkeit, die hier selbstverständlich nur als Anregung dienen soll. Vielleicht fällt dir noch etwas Besseres ein. Es war mir jedenfalls eine Freude, bei dir zu Besuch zu sein!
LG Nelke
.