Die Herrschaft der Sehnsucht (Das Ende aller Süchte ruft)

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Die Herrschaft der Sehnsucht
-Das Ende aller Süchte ruft-
 

Im zarten Schein der Morgenröte
dämmert mir ein neues Tief,
auf dass es alles Sehnen töte,
das des Nachts im Kissen schlief.
 
Nun taubedeckt entfliehe ich
der Kälte dieser letzten Nacht.
Doch wie ich in den Spiegel blick',
entlarv' ich, was als Tau gedacht!
 
Wie Blute, das aus Wunden bricht,
verfließt das wehe Tränenmeer,
im rot getauften Sonnenlicht,
auf meinen Wangen - sehnsuchtsschwer.
 
Und wieder bleibt der Zeiger steh'n,
derweil ich dich im Tagestraum
in meine leeren Arme nehm',
dem Sehnen weiterhin im Zaum.
 
Wie laut nur muss mein Schweigen sein,
dass du mich hörst, in meiner Not?
Und mit der Frage ganz allein',
- wofür nur all das Leiden lohnt -
blick' ich zurück ins Morgenrot...

 
 
© by black, 23.06.2009​
 
 
 
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"Das selbe alte Lied, mit neuen Noten."
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Verweise:
Mit schöneren Blüten (Das Ende aller Süchte ruft)
 
 
 
 
Bei Verweisen in Kommentaren anderer werde ich mich bemühen, diese stets dieser Liste beizufügen.
 
Autor
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Es klingt ein bisschen wie das hier, da besonders die 2. Strophe nach einer Spiegelung dürstet und die auch in dem verlinkten Gedicht findet, wo das Tau bzw tauen einen guten Störfaktor der Symmetrie zwischen Ambition und Können bildet:
 
http://www.dichter-forum.de/trnentau-vt5013.html
http://www.dichter-forum.de/strfaktor-der-symmetrie-beiwerke-der-sthetik-vt5000.html
 
Spiel doch mal ein neues Lied mit alten Noten. Dann kannst du die alten Anklänge welche sich in jedem Gedicht ähneln gegen neue zufällige Ähnlichkeiten austauschen.
 
LG RS
 
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