Drei Studenten haben einen Disput ob der Wichtigkeit einer Bibliothek

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Drei Studenten haben einen Disput ob der Wichtigkeit einer Bibliothek
Bücher sind selbstredend das wichtigste im Hause der Wörter, sagt der Erste
Lesen ist erfragt, staubig Buch ist unnütz für Jedermann, meint der Zweite
Auswahl tut Not, sagt der Dritte, ohne sie herrscht Dogma nicht die Bildung
Abrupt im Chor verstummen sie, werden erfasst von selbig Ahnung allesamt
Jeder von ihnen hat recht behalten, doch, wichtiger als ein Teil ist das Ganze
Komplexität wird ihnen offenbar, die Eier gespart, wird kein Teig daraus
Fehlt gar klein Rädchen im Räderwerk, funktionieren tut das Ganze nicht
So fragt kein Buch danach, ob es je gelesen, gar erst geschrieben wird
Doch ist es erst gedruckt, gelesen, gar verstanden, wird Buch zum Buche
Ob ein Mensch sich fragt, was in einem Buch gar stehen mag, wohl einerlei
Wenn er kein Buch besitzt, im Dunkeln lebt, kann er es ohnehin nicht lesen
So bleibt ihm auch die Bildung ein Fremdling, egal ob er die Wörter liebt
Ergo, das ein Bewusstsein gedeiht, braucht es mehr als Hirn und Lektionen
 
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Lieber Rainer Sauer,
 
Buch gleich Bildung, der grundlegende Irrtum. Entscheidend ist doch der Inhalt der Bücher, ob er beiträgt zu Frieden, Menschlichkeit, die Ausbildung des Gefühls, um mit Schiller zu sprechen: die Veredlung des Menschengeschlechts. Es laufen doch so viele gebildete Idiioten herum, und sie alle haben "Bildung" und dünken sich als Auserwählte.
Was dem Text meiner Ansicht etwas abträglich ist, sind ein paar doch recht altertümliche Wörter, ohne die der Text auch funktionieren würde im 21 Jahrhundert, das riecht ein bisschen nach 19. Jahrhundert.
 
Lieben Gruß, Angelika
 
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