Feedback jeder Art Ein Herbstwind

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Ein Herbstwind, der gar stürmisch war,
der ist am Morgen nicht mehr da;
hat nachtends sich nur rumgetrieben,
dabei sich völlig aufgerieben.
 
Mit lautem Heulen, Sturmgebraus,
erschreckte er das ganze Haus;
das Fensterklappern, Türen knallen,
das hat dem Taugenichts gefallen.
 
War ganz in seinem Element,
kein Blödsinn war ihm dabei fremd;
fand‘s lustig, dass er uns erschreckt,
hat dabei Neues ausgeheckt.
 
Ins Laub, wo unter Büschen, Hecken,
das Kleingetier sich konn‘t verstecken;
hat er sich förmlich festgebissen,
es ganz von dort herausgerissen.
 
Selbst schmerzlos, hat er über Nacht,
Herrn Igel wohnungslos gemacht;
der macht sich nun auf in den Wald,
am freien Feld ist ihm zu kalt.
 
Dort wird er sich ein Plätzchen suchen,
da unter Eichen, Birken, Buchen;
wühlt er sich ein mit frohem Sinn,
der Herbststurm reicht bis dort nicht hin.
 
Ich aber will es nicht versäumen,
im Garten wieder aufzuräumen;
das Laub bring ich mit viel Geschick,
an seinen alten Platz zurück.
 
Vorm geistigen Auge, noch verschwommen,
sehe ich den Stachligen wieder kommen;
und auch die andern, die hier wohnen,
werden die Mühe mir, so hoff ich, lohnen.
 
 
Autor
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23.08.08
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Hallo Kurt,
ich kenne das Windlaubspiel auch gut, kaum glaubst Du den Garten wintergerecht hergerichtet zu haben, kommt der Pustewirbelwind und macht wieder seine eigenen Laubhäufchen. Ich lass ihm jetzt seinen Willen, denn jede Zeit hat eben seine "Künstler."
Gern Reflektiert und LG
Perry
PS: Der Igel wohnt bei mir gut geschützt vor Hund und Wind unter der Haustürtreppe.
 
  • Perry
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