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Ein Omen
Ich sehe es mit Schrecken,
Elstern brüten auf meinem liebsten Gartenbaum.
Streckt die Todesgöttin Hel
nun doch schon ihre Hand nach mir aus?
Sollte dies ein Omen sein?
Was wollen Satans Seelenräuber von mir?
Bald werde ich hier fort sein,
können sie nicht warten, bis ich in Sicherheit bin?
Ich habe das Treiben dieser diebischen Räuber
niemals dulden können.
Aber ich greife nicht zum Besenstil
und steige nicht ins Geäst hinauf.
Wird mir dieses Erdulden des Bösen
letztlich zum Verhängnis werden?
Oder ist meine Nachgiebigkeit ein Zeichen
meiner tieferen Akzeptanz des Unabwendbaren?
Wie viele Nester unschuldiger Singvögel
werden sie ausheben, wenn ich nichts unternehme?
Die Galgenvögel holen sich Zweige für ihr Nest,
knapp vor meinem Fenster segeln sie dahin.
Das gurrende Taubenpaar des Vorjahres
wird meinen Garten nun sicher meiden.
Jetzt weiß ich, mich hält hier nichts mehr.
Ich kann den Lauf der Dinge ja doch nicht wenden.
Ich sehe es mit Schrecken,
Elstern brüten auf meinem liebsten Gartenbaum.
Streckt die Todesgöttin Hel
nun doch schon ihre Hand nach mir aus?
Sollte dies ein Omen sein?
Was wollen Satans Seelenräuber von mir?
Bald werde ich hier fort sein,
können sie nicht warten, bis ich in Sicherheit bin?
Ich habe das Treiben dieser diebischen Räuber
niemals dulden können.
Aber ich greife nicht zum Besenstil
und steige nicht ins Geäst hinauf.
Wird mir dieses Erdulden des Bösen
letztlich zum Verhängnis werden?
Oder ist meine Nachgiebigkeit ein Zeichen
meiner tieferen Akzeptanz des Unabwendbaren?
Wie viele Nester unschuldiger Singvögel
werden sie ausheben, wenn ich nichts unternehme?
Die Galgenvögel holen sich Zweige für ihr Nest,
knapp vor meinem Fenster segeln sie dahin.
Das gurrende Taubenpaar des Vorjahres
wird meinen Garten nun sicher meiden.
Jetzt weiß ich, mich hält hier nichts mehr.
Ich kann den Lauf der Dinge ja doch nicht wenden.