Feedback jeder Art Ein Weg zur Demut

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Können wir die Lebenstiefe begreifen?
Ohnehin haben wir nicht viel in der Hand
stattdessen kann der Charakter reifen
durch Genügsamkeit, Fleiß und Verstand
So oft glauben wir uns zu durchschauen
doch der Hochmut führt zu blinden Flecken
Möchten wir der eigenen Meinung trauen
oder gar neue Sichtweisen entdecken?
Bescheidenheit und Demut
führen uns zurück in unsere Menschlichkeit
Die Tugenden tun dem gut
der sich auch beugt seiner eigenen Endlichkeit
 
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Genauso und so gut beschrieben werter @Feuerfunke. Wenn die Tugenden verloren gehen, bleibt eine Leere zurück, die nicht aufzufüllen ist. Erst der Blick der Vergänglichkeit öffnet einem die Wertschätzung für Dinge des Alltags, des wertvollen Umganges miteinander und vor allem der uns innewohnenden Liebe, die wir weitertragen können, dürfen, müssen. Um ein Licht zu hinterlassen, wenn wir gehen.
Sehr gerne gelesen.
Sonja
 
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Hallo Feuerfunke,
dein Anliegen ist dasselbe, was Schiller dazu veranlaste, sein durch Beethovens 9.Symphonie populär gewordenes Gedicht, seine Ode an die Freude, d.h., der Anfang davon:
Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium.
Wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum.
Deine Zauber binden wieder
was die Mode streng geteilt,
alle Menschen werden Brüder
wo dein sanfter Flügel weilt.
Die neunte und letzte Symphony Beethovens, mit diesem choralen Teil, ist eine der größten Errungenschaften der deutschen Kultur. Überall in der Welt bekannt, man kann es nicht hören, ohne Gänsehaut zu bekommen.
Ich bin kein Deutscher, aber wenn ich einer wäre, fiele mir schwer, bescheiden zu sein.
Und doch, kannst du mir glauben, die Deutschen sind, verglichen mit den Franzosen, zum Beispiel, sehr realistisch, sachlich, ja bescheiden.
Ich wollte einfach nur sagen, dass ich mich Sonjas Kommentar gerne anschließe
, da fielen mir solche Gedanken ein ...
Liebe Grüße
Carlos
 
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Lieber Carlos - manchmal sprichst du mir so was aus dem Herzen, dass ich meine, wir kennen uns persönlich. Zuletzt 2019 habe ich diese musikalische Lebensfreude, genauer gesagt Beethovens Menschheitssymphonie in einem Abendkonzert in Grafenegg erlebt - im Wolkenturm. In seiner ganzen Länge. Man versinkt in eine andere Welt.
Und passt wirklich gedanklich zu diesen schönen Zeilen - alleine schon, weil dein Name lieber @Feuerfunke den Götterfunken in gewisse Beziehung setzt. 
 
 
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Vor über fünfzig Jahren, in meiner Heimat, hörte ich zum ersten Mal die Neunte Symphony, im Hause eines Freundes. Er besaß eine Cassette mit Schallplatten, ich weiß nicht woher er sie hatte, unter der Leitung von Otto Klemperer.
Ich weiß nicht wie oft, mitten in der Nacht, so laut wie möglich (bei uns kann man das) wir diese Musik gehört haben. Der Höhepunkt war, als plötzlich ein Sänger "Freude", dieses Wort, sang.
Wir beide könnten gar kein Deutsch. Es war ein Erlebnis.
 
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Liebe @Sonja Pistracher
 
ich teile deine Ansicht. Diese "verstaubten" Tugenden sind eine Wohltat für den eigenen Charakter und das eigene Leben. Die Wertschätzung führt zu einer inneren Lebendigkeit. 
 
Hallo @Carlos,
 
danke für die äußerst interessante Reise in deine Vergangenheit. Durch deine Erzählung erhielt für mich Beethovens 9. Symphonie einen neuen Anstrich. Seither lässt mich die Melodie nicht mehr los. 
 
Ein herzliches Dankeschön auch an @CharlesThomasWooldridge, @Sonnenuntergang, @Gina, @Ralf T., @Ponorist, @Freiform, @LisaN
 
  • Feuerfunke
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