Liebe Margot,
ist es ganz neu oder hast du dein verlorenes rekonstruiert?
Egal was von beidem zutrifft, mir gefällt es ausnehmend gut.
Du hast oben Hilfe erwünscht angehakt, wobei wünschst du dir den genau Hilfe, bzw wo hast du das Gefühl, dass es für dich besser werden sollte??
Ob es nun mal im klassischen Sinn ein Sonett ist, keine Ahnung, aber, wer sagt dass man ein Sonett nicht modernisieren kann! Soweit ich weiß, hat es 10 bis 11 Silben und da stechen bei dir einige Verse hervor. Verständlich wenn man mehr Sinn unterbringen möchte, als hineinpasst.
Du wünschst dir Hilfe, dann hoffe ich inständig, dass wissendere Menschen als ich zur Hilfe kommen.
Mir gefällt es auch so, ich lass dir aber einfach mal meine Gedanken da:
Das einzige worüber ich ein bisschen grübel, ist der sinnige Zusammenhang im letzten Terzett:
und geht einmal vorbei dieses gelebte leben
sollt man im hiersein nach vollendung streben
nicht warten auf den weg in unser sein zurück
da würde wohl eine Versumstellung Abhilfe leisten:
(man sollt im hiersein nach vollendung streben
nicht warten auf den weg in unser sein zurück
denn einmal geht vorbei dieses gelebte leben)
(aber: das gefällt mir überhaupt nicht!)
so würde es wohl Sinn machen, aber so gefällt es mir nicht!!!. Denn, das muss ich auch sagen, mir hat gerade beim lesen, die Stellung der beiden letzten Verse so gut gefallen, die empfand ich so stark und als krönenden Höhepunkt und das würde in der geänderten Version völlig verflachen, zu einem hmm Allgemeinplatz, das würde für mich zwar den Sinn geben aber die Emotion töten.
Vielleicht fällt da dir oder jemanden anders etwas besseres ein.
Nun ist mir doch noch was dazu eingefallen:
und geht einmal vorbei dieses gelebte leben
statt "und" einfach "es" dann passt der Sinn.
Dazu:
auf dieser erde oft noch seinen zweck erfüllt
oft noch klingt so, als würde es manchmal eben keinen Zweck erfüllen. Mir wäre es lieber hätte jedes Leben einen Zweck und Sinn das würde ich mir vom Leben wünschen ..
deshalb hätte ich geschrieben:
auf dieser erde dennoch einen zweck erfüllt
Dieser Vers:
an freude und zufriedenheit in seinem leben
sticht mit seinen 13 Silben stark heraus,
und zwingenderweise:
an freude und zufriedenheit in seinem leben
das einst vor langer zeit ihm wurd gegeben
müsste der 2. Vers hier mit "die" anstatt mit "das" beginnen: die Freude und die Zufriedenheit, sind ja 2 Dinge erfordert also den Plural
wenn du die Freude hier weglassen würdest,:
an die Zufriedenheit in seinem Leben
kämst du wieder auf 11 Silben.
aber auch da müsste der nächste Vers mit die beginnen.
beim nächsten Vers:
still in sich sagt danke er für dieses glück (klingt auch ein bisschen unglücklich verdreht)
hapert für mich das Metrum (bzw ich hapere beim Lesen
im stillen sagt er einen dank für dieses glück
würde für mich metrisch besser passen, und vor allem wieder mit den 12 Silben des 1. Verses dieser Strophe korrespondieren, wie in der Strophe vorher auch.
Ob ich dir jetzt eine Hilfe war, kann ich nicht beurteilen.
Ich habe mich aber auf jeden Fall sehr gerne mit deinem Sonett beschäftigt, denn ich habe es mit Freude gelesen!
Und ich freue mich auch für dich, dass du es erschaffen hast!
Liebe Grüße
Sali