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  • Yeti
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11.04.21
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117
...für immer.
 
 
Irgendwann,
 
wenn Angst über Zuversicht siegt
und das Gestern das Jetzt aufwiegt.
Wenn die Schädeldecke sich biegt
weil die Welt wie Blei darauf liegt -
ja dann...
 
Wenn das Lächeln verschwindet
und die Sprache sich windet.
Wenn mich gar nichts mehr bindet
und selbst Mozart nicht zündet -
ja dann...
 
Wenn die Sterne nicht mehr funkeln
und die Jecken nicht mehr schunkeln
und die Menschen nur noch munkeln,
im Geheimen und im Dunkeln -
ja dann...
halt ich ganz einfach den Atem an:...
 
Autorin
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739
Hallo Yeti,
 
ohne schunkelnde Jecken kann ich ganz gut, sehr gut sogar, aber eine sich biegende Schädeldecke unter einer bleiernen Welt ist schon ein krasses Bild. Da könnte es einem tatsächlich den Atem nehmen.
 
Du zeichnest hier eine übeldüstere Zukunftsmöglichkeit, die bereits in den Ritzen der Gegenwart lauert.
Ich möchte dem noch hinzufügen, dass die Wurzeln dazu in der Vergangenheit gepflanzt wurden.
 
Liebe Grüße
Liara
 
Autor
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11.04.21
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Hallo Fietje!
 
Brillant erkannt! Düstere Gedanken ==> düstere Gefühle hat das LI weitergesponnen.
Der Dichter hatte (nicht immer) relativ gut Lachen, da er doch einigen dieser Bedrohungen (nachdem er seinen Atem gefunden hatte) nicht mehr ausgesetzt ist.
Als er aber in seinen Erinnerungen der Phantasie die Zügel schießen ließ...
Und er sich daran erinnerte, daß es Yogis gegeben haben soll, die das tatsächlich geschafft haben, war es nicht mehr weit bis zu diesem Gedicht.
Lieben Dank für Deinen erhellenden Kommentar und dein dickes Lob.
 
Liebe Grüße,
Yeti
 
-----------------------------
 
Hallo Liara!
 
Mit den Jecken geht es mir aber ganz ganauso wie Dir! Ich fand jedoch, daß dieses Bild hier ziemlich gut reinpasst, weil, wenn die Jecken nicht mehr schunkeln können, ist das ebenso Weltuntergang für sie, und nicht ohne Folgen für alle anderen (Corona läßt grüßen). Also Teil eines Endzeitszenarios für den LI.
Alles andere steht eigentlich schon in Fietjes Kommentar und meiner Antwort darauf.
 
Liebe Grüße vom Yeti
 
Autorin
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10.01.20
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1.939
In so einer trostlosen Welt würde ich auch einfach den Atem anhalten, Yeti. Eine trübe Stimmung, die ich gut nachempfinden kann, denn hin und wieder klopft sie auch an meine Schädeldecke. Ich denke, dass du mit deinen Zeilen auf viel Zustimmung triffst, da sie sehr zeitnah sind.
 
Lieben Abendgruß, Letreo
 
Autor
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11.04.21
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Vermutlich müßte man in so einer Welt nicht mal selber den Atem anhalten, das würde einem schon abgenommen...
Aber noch ist es nicht soweit - noch lange nicht! noch sind WIR da.
 
Liebe Grüße vom Yeti
 
Autor
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11.04.21
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Danke Fietje,
 
Deine Einschätzung ehrt mich. Nur den Bogen zum Wettbewerbsthema hatte ich nicht geschlagen. Aber bei näherem Hinsehen, und dem Thema im Hinterkopf, im weitesten Sinne...; sei`s drum, der nächste Wettbewerb kommt bestimmt!
 
Liebe Grüße,
Yeti
 
  • Yeti
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