Gedanken der Hündin Marlene beim Anhören eines Dorfmusikanten-Streichquartetts - eine Groteske

  • Volker Harmgardt
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Zuckendes Kinn, taschentuchunterlegt,
schiefer Mund, zungenspitzenbewegt,
Herrchens Bogen mal weich mal hart,
verschleierter Blick. Man spielt Mo-zart.
 
Der Zweiten Geige gefällt die Sequenz,
erweist der Ersten dafür ihre Reverenz.
Nur: Von Taktgefühl keinen Schimmer.
Klopft mit dem Fuß! Die lernt es nimmer.
 
Die Bratsche. Wieder mal schlechter Laune.
Schrubbt, dass die Äpfel fallen vom Baume.
Was, ein Solo? Auf, auf, Notenbezwinger!
Tja, wären da nicht die dicken Finger.
 
Hinter der Kniegeige Meyers Hans.
Hält das Cello wie ´ne schlachtreife Gans.
Den darf man überhaupt nicht fragen!
Nickt alles ab, was die andern so sagen.
 
Frauchen kommt mit den belegten Schnittchen,
ruft heiter: „So, meine Herren, ich bitt´schön!“
Der Kaffee duftet, erquickend und labend.
Trotz allem: Es wird ein gemütlicher Abend.
 
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Hallo Wundi,
gefällt mir gut deine Groteske.
Hündin Marlene ist eine gute Beobachterin.
 
LG
aw/Mathi
 
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Hallo wundi !
Amüsant und flüssig gereimt.
Gefällt mir sehr gut.
Besonders die Bratsche hat es
mir angetan, hat sie doch arglistig
mit schlechter Laune gespielt
und geschüttelt die Äpfel vom Baume !
Und die zweite Geige, welch`Gewimmer,
es kann nicht werden schlimmer.....usw.
Dickes Lob und Mitleid für die Hundedame
"Marlene", mein Beagle "Nanshe" hätte laut
geheult !
Sonntagsgrüße,
Volker
 
  • Volker Harmgardt
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