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ehemaliger Autor
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Gefunden
(zu Ehren Goethes)

Als ich im Wald spazieren ging
gewahrte ich im Lichte -
verborgen in der Dichte
von Tanne, Laub und Pfifferling -​
 ​
ein Blümchen, schön wie Edelstein.
Ich dacht' bei mir ganz leise:
Ach, zaubervolle Blum sei mein
und schmück den Tag auf deine Weise.​
Da öffnet' das Blümchen die Augen -
leuchtend wie Sternenlicht:
Bitte bitte, brich mich nicht,
ich möcht' zum Sterben nicht taugen.​
Da hab ich's mit der Wurzel fein
aus dem Waldesduft genommen
und lief geschwinde damit heim:
So ist mir die Blume allein
ins glückliche Herz gekommen.​
 ​
***​
 ​
Bitte nicht zertreten....JPG
(Foto persönlich vom Autor gefertigt)
 
Autor
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20.08.23
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Hallo Holger,
dazu kommt mir folgendens Haiku in den Sinn.
 
Ein trauriges Bild
Getrennt von der Heimat lässt
sie den Kopf hängen
 
LG
 
ehemaliger Autor
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Hallo heiku,
 
dankeschön für das Ersinnen eines stimmungsvollen Haiku zum vorliegenden Gedicht...
Daß die Blume entwurzelt wurde, schien Goethe damals in seinem berühmten Gedicht
in Kauf genommen zu haben - besser als sie zu brechen. - Die Blume zu hüten, ohne
dem Pflänuchen die Feriheit der Entfaltung zu nehmen, stand ihm wohl im Sinn.
 
Dein Haiku wiederum erbrachte mir den Gedanken an die Rose des
kleinen Prinzen ("Der kleine Prinz") , die allein auf dem Heimatplaneten
auf den Reisenden warten mußte.
 
Zitat:
 
„Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.” „Du bist zeitlebens für das
verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich…”
 
Gruß,
Holger
 
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