Gewissenlos

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War es die Spinne,
die geschwind
unterm lila Lindenbaum
bunte Ornamente
spinnt.
 
War es der Vogel,
der nicht singt,
dessen Stimme unsre Wälder
am lautesten
durchdringt.
 
War es die Biene,
die nicht sticht,
die sich setzt auf deine Schulter
mit traurigem Gesicht.
 
 
Nein Sie warn es nicht.
 
 
War es der Schmetterling,
der nichtmehr fliegt,
der mit verletztem Flügelchen,
hilfeschreiend
am Wegrand liegt.
 
War es die Krake,
die nicht siegt,
die sich beinah schwerelos
im verschmutzten Wasser wiegt.
 
War es der Wolf,
der nichtmehr Jagt,
weil des Jägersmann Gewissen
nichts rettendes mehr sagt.
 
 
Wer hat sie gefragt.
Hat man sie gefragt?
 
Autor
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23.08.08
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in deinem Text geht es für mich um den "gewissenlosen" Umgang des Menschen mit Tieren.
Nun kann man dies nicht verallgemeinern und einige der erwähnten Tierarten sind nicht bewusstes Ziel menschlichen Handelns sondern indirekte Opfer z.B. der Umweltverschmutzung.
Vielleicht solltest du deine Beispiele in dieser Sicht nocheinmal überdenken.
Auch surreale Einstreuungen wie "lila Lindenbaum" halte ich zwar für interessant, hier aber eher störend was die Gesamtaussage anbelangt.
Was die retorische Frage am Schluss anbelangt hilft es weng die Tiere zu fragen, denn die können uns nur durch ihr Leid antworten. Der Mensch muss dieses erkennen und helfen es zu vermeiden oder zumindest zu lindern.
LG
Perry
PS: "nichtmehr" schreibt man auseinander und "rettendes" groß.
 
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