Feedback jeder Art Gibt es einen Gott oder bleibt nur ein Sehnen

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Gibt es einen Gott oder bleibt nur ein Sehnen

ich suche dich immer noch
ein bisschen gelassener
nicht wie früher
als ich draußen stand
vor dem monströsen Bau
und andere beneidete,
die mit bunten Bildern gingen,
Vater.

Vater glaubte nie,
Mutter verlor ihn irgendwo
zwischen den Kindern im Krieg,
ich konnte sie verstehen
meine Fragen blieben,
blieben das Buch mit sieben Siegeln
unbeantwortet,
obwohl ich las, wuchsen Ängste,
wo ich Halt suchte
(weil auch ich nicht ohne Sünde)
fand ich Drohungen
gegen meine Kindeskinder,
die ich nie verstand
vergebens
bleibt ein Sehnen?
 
 
 
Autor
Registriert
23.08.08
Beiträge
6.491
Hallo Ilona,
ein Thema, das wohl viele auf ihrem Weg durchs Leben begleitet.
Ich denke, das größte Problem ist die vermenschlichte Gottesvorstellung, denn sie beinhaltet neben den Idealen auch all  unsrere Schwächen. 😉
Solange Gott eine geistige Kraft ist, an die ich mich halten kann ist sie eine gute Stütze im Leben.
Möge jeder seine Kraftquelle finden, um das Leben zu meistern!
Gern reflektiert und LG
Perry
 
Autor
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14.04.19
Beiträge
411
Hallo Ilona,
Vielen Dank, sehr gern gelesen und gedanklich nachgespürt. Einen sehr aufrichtigen Text hast du da verfasst, wie ich finde.
Innere Aufrichtigkeit ist auch das, was ich persönlich mit dem Begriff Gott verbinde. Die Gefahr einer Vermenschlichung Gottes sehe ich  wie @Perry. Im Hinblick darauf und auch bezüglich auf die Textzeile: (weil auch ich nicht ohne Sünde) ein Hinweis auf die Philosophin Simone Weil. "Reinheit bedeutet, die Befleckung zu betrachten." Diese Aussage sehe ich im Zusammenhang mit dem Text der Bergpredigt:
"Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen." Die Schau Gottes ist sozusagen ein Akt der Selbsterkenntnis.
Dazu habe ich vor einiger Zeit auch einen eigenen Text verfasst, den ich hier kurz verlinke. Herzlichst Elmar
 
 
ehemaliger Autor
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12.06.21
Beiträge
1.685
Nun liebe Ilona,
 
die Figur des alten Mannes mit langem weißen Bart, auf einer Wolke sizend und gütig lächelnd, welch Wunschvorsellung, welch Verherrlichung. Gerade jetzt in dieser Zeit drängen sich Gedanken auf, ob es ihn doch tatsächlich gibt und wenn ja, warum er so vieles an Leid geschehen lässt, zuschaut dabei?

Aber sind wir nicht alle ewige Nörgler, Zweifler und Infragesteller?

Nachdenklich machende Zeilen von dir!
LG Uschi
 
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