Feedback jeder Art irgendwann wachst du nicht mehr auf

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  • Perry
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aus dem dämmrigen seilt sich eine spinne ab landet
zielsicher auf deinem kopf ihre langen haarigen beine
verkabeln sich mit dem gehirn die welt wird ultraviolett
im traum spazierst du durch unbekannte straßen fremde
grüßen dich und von den balkonen fallen blütenblätter
irgenwann hörst du auf zu zählen schenkst sie dem wind
nach dem aufwachen fragst du dich waren es geranien
begonien oder petunien auf dem platz vor der klinik
beginnen müllmänner mit ihrem rumpelnden tagwerk

 
 
ehemaliger Autor
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Ach Perry, man sagt, dass man bekanntermaßen IMMER träumt, doch sich nur in den seltensten Fällen auch daran zu erinnern vermag. Die ultraviolette Welt stelle ich mir nunmehr gerade vor.... vortrefflich!
 
Autorin
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Sehr surreale Bilder, in denen die Grenzen zwischen Traum & Tag fließend sind.
Sie hinterlassen eine große Traurigkeit, wenngleich das Machwerk als sehr gelungen angesehen werden muss.
 
Viele Grüße
 
Sternenherz
 
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Hallo Uschi,
die Spinne versetzt hier als eine Mischung aus Alb und Morpheus das LD in eine Traumwelt. Dass diese Ultraviolett erscheint, liegt an der Sehfähigkeit der Arachniden in diesem Bereich.
Danke fürs Hineinspüren und LG
Perry.
Hallo Sternenherz,
das LD liegt hier verkabelt mit beängstigenden Schlafaussetzern in einem Labor und hofft auf den nächsten Tag.
Danke fürs Reflektieren, auch wenn ich die Diskrepanz in deiner Einschätzung (Machwerk) nicht ganz nachvollziehen kann.
LG
Perry
 
 
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Hi Perry,
Ganz blöder Ausdruck von mir. Dein Gedicht ist selbstverständlich ein Gedicht.
 
LG Sternenherz
 
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Hallo Perry,
du beschreibst hier eine Situation, die, ohne Kafkanisch zu sein, an eine Grenzwelt erinnert die, wenn auch sehr selten, man (Mensch) bei Alpträumen oder auch vor und nach einer chirurgischen Operation erleben kann.
Ich weiß nicht, ob es Absicht war, aber "auf dem Platz  vor der Klinik" ist ein ausgezeichneter ....... ( eben lässt mich das Gedächtnis im Stich, aber du weißt sicher, was ich meine).
Liebe Grüße
Carlos
 
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Hallo Carlos,
"der Platz vor der KLinik" ist hier eine Metapher für das Leben, einmal als sonnige Erholungszone aber auch als rumpelndes Alltagsgeschehen. Einen literarischen Bezug hatte ich nicht bewusst im Sinn.
Danke fürs Reflektieren und LG
Perry
 
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Servus Perry,
 
ja irgendwann wacht man einfach nicht mehr auf.
Während man drinnen noch mit Albträumen und Ängsten zu kämpfen hat, geht draußen das Leben (fast) unberührt weiter.
 
Ein sehr mystischer und nachdenklicher Text, der mir gut gefällt und den ich gerne gelesen habe.
 
Ich wünsche dir eine gesunde Herbstzeit
Liebe Grüße
Carry
 
Autor
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Hallo Carry,
das Älterwerden erfordert ein ständiges Anpassen an die körperlichen Möglichkeiten. 
Solange man diese Einschränkungen mit geistiger Freiheit kompensieren kann, bleibt die Lebensfreude erhalten.
Danke fürs Hineinspüren in die dunklen Bilder. Ich wünsche Dir ebenfalls einen gesunden und glücklichen Jahresausklang.
LG
Perry
 
 
  • Perry
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