Vielen Dank, liebe sofakatze!
Freut mich sehr, dass die Sehnsucht bei dir ankam. Die thematischen Bezüge, wie ich sie für mich auch gesehen habe, hast du gut erkannt. Ich lasse gerne in meinen Gedichten die inneren Seelenvorgänge mit den äußeren Naturbildern verschmelzen. Der Wechsel selbst ist ja auch ein solches Verschmelzen, da oft nicht trennscharf Traum und Realität voneinander unterschieden werden können. Hier scheint eins in das andere überzugehen.
[QUOTE='sofakatze]ich stelle mir diese spuren so ähnlich vor wie die farbigen lichtlinien, die man sieht, wenn man die augen schließt. das sind die spuren des lichtes. die spuren der liebenden im gedicht münden im wunsch nach der nähe des anderen.
[/QUOTE]Das ist ein interessanter Gedanke. Tatsächlich hatte ich eine nicht ganz unähnliche Idee dazu: Wenn am Abend die Konturen der Bäume so langsam verschwinden, gibt es noch eine gewisse Zeit, da man sie schwach erkennen kann und eine gewisse Zeit danach, da man sich vermutlich eher einbildet, sie noch zu erkennen, wohl eher weil man sie im Kopf aus der Erinnerung zeichnet.
LG