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Gedämpftes Licht nur bleibt und letztes Hüsteln stirbt,
der Vorhang öffnet sich und nach den ersten Tönen
entschwebe ich in nie gekannte Sphären, lass mich
von Streicherklängen tragen; träume, Mohnsaft trinkend,
in blauen Wolken himmelwärts zu schwimmen bis
ein Donnerschlag mich weckt und gleich darauf, so zart
wie Engelshauch, ein Pianissimo den Pfad
zur Ewigkeit mir weist und reines Glück verkündet.
So ging es mir in einem lang schon abgelebten Leben,
als Liszt mit Zauberhand den Lohengrin in Weimar erstmals
im Jahre achtzehnhundertfünfzig dirigierte, einem
Titanen der Musik mit Namen Richard Wagner Ruhm
und Ehre überall erbrachte, Stürme der Begeisterung
entfachte und mich selbst in Seligkeiten schwelgen lässt.