Feedback jeder Art Mama heute ist dein erster Todestag

Hier gelten keine Vorgaben mit Ausnahme der allgemeinen Forenregeln.
  • Myāthiẏāsa
    letzte Antwort
  • 0
    Antworten
  • 757
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Registriert
30.06.20
Beiträge
7
Mama heute ist dein erster Todestag.​
Wut und Unverständnis lassen langsam nach,​
weil ich deine Persönlichkeit mehr verstehe,​
die Zusammenhänge eher sehe,​
indem ich mich selbst weiter kennenlerne.​
Unsere persönlichen Herausforderungen waren ähnlich,​
unser Lebensstil ging in die selbe Richtung,​
nur zu verschiedenen Zeiten.​
Wir wollten beide flüchten,​
verirrten uns in so manchen Süchten,​
wollten ausbrechen aus unserer Unsicherheit,​
aus unserem Kummer und dieser Welt,​
Sahen beide oft keinen Sinn in dem Ganzen.​
Während es bei dir schleichend aber stetig bergab ging,​
befand ich mich schon im Jugendalter im freien Fall,​
als mich seine Hand einfing,​
und mich wieder auf festen Boden stellte.​
Bei dir festigten sich Dinge über viele Jahre,​
dass ein Überwinden nicht mehr in Sicht war.​
Ich habe es dir so sehr gewünscht,​
dass ich dich sogar verletzte.​
Denn ich wollte es mit aller Kraft erzwingen,​
das konnte nicht gelingen.​
Momente aus Liebe,​
wurden Momente der Reue,​
Angst vorm fehlen und versäumen,​
führte zum Versagen und Versäumnis.​
Dir so Liebe zu zeigen wie du es verstehst,​
trotz dass du weiter falsche Wege gehst,​
schaffte ich einfach nicht.​
Deswegen dachtest du, dass ich hart bin,​
keine Empathie habe, dich nicht schätze,​
das Gegenteil ist nun der Fall.​
Vielleicht ein bisschen zu spät,​
doch es war so wie es war,​
und es ist nun wie es ist.​
Auch ich war sehr verletzt,​
von deinen Worten und Entscheidungen,​
die so schwerwiegend für mich waren,​
dass ich keine Zuneigung mehr schenken konnte,​
zumindest nicht authentisch und aus Liebe.​
War es Hass? Auf keinen Fall​
War es Bitterkeit? Das glaube ich auch nicht!​
Es waren Traurigkeit und Enttäuschung,​
es waren Misstrauen und Ohnmachtsgefühle,​
es waren Hoffnungslosigkeit und Resignation.​
Im Nachhinein wünsche ich mir,​
mehr über meinen Gefühlen gestanden zu haben,​
vielleicht hätte ich doch noch etwas ändern können.​
Aber nein, dieses Ändern lag einfach nicht in meiner Macht.​
 
  • Myāthiẏāsa
    letzte Antwort
  • 0
    Antworten
  • 757
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Empfohlene Themen

Beliebte Themen

Oben