Mondscheinhymnen

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Mondscheinhymnen
 
Paul ist riesig, mit acht Armen – ein Ungeheuer,
verliebt ist er, in ihm flammt das Feuer.
Das Meerwasser, es ist am Brodeln,
unser Riesenkalmar muss voller Hitze jodeln!
 
Die Auserwählte weiß nichts von ihrem Glück,
es kommt jetzt zu einem tragischen Stück.
Sie schwimmt gemütlich in den Wellen.
Es ist Nacht, Vollmond über den Dardanellen.
 
Unter dem Mondschein vollzieht er seinen Liebestanz,
doch die Dame bleibt in sicherer Distanz.
Sie scheint ihn nicht wirklich zu beachten,
Paul ist dabei, voller Liebe zu schmachten.
 
Sie ist gradlinig, brummt nicht sehr laut,
dies ist eine Tugend für jede Krakenbraut.
Nun versucht Paul, eine Hymne zu singen,
bei dieser Dame scheint dies nichts zu bringen.
 
Die Dame schwimmt gelassen durch die Wellen,
das Mondlicht möge weiter diese Szene sanft erhellen.
Sie ist stoisch, mit einem besonderen Schliff,
denn sie ist ein Supertanker, ein großes Schiff.
 
Paul sitzt bald wieder am tiefsten Grund,
kaut ein altes Wrackteil in seinem Mund.
Er sinniert weiter einsam in der Meereswelt,
bleibt weiter allein, ein tragischer Held!
 
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