nach einer wahren Begebenheit

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nach einer wahren Begebenheit
 
 
 
ich schrieb
eine wackere Truppe Spinnen
kroch in ihren Netzen das müde Licht ab
suchte nach einem Lächeln, einem Sinn
der in der Textur meiner Tage
Nähte, Knoten, Anhaltspunke schuf
oder wie etwa einen verstaubten Schuh
wieder an seinen Anderen erinnerte
um sich mit ihm nach einem Wagnis zu sehnen
 
oft klapperte ich dabei
mit meinem Kiefer im blauen Rhythmus an der Kälte
als ich für die Kälte einen Scheiterhaufen zimmerte
dafür Holz des Gegebenen fällte mit meinen Äxten
den angeheirateten Sinnfetzen
lange blickte ich ins Feuer, wie in einen Brunnen
aus dem entsetzliche Schreie
wenn sie oben ankommen, wie Melodien klingen
das Feuer verausgabte sich schnell
die Kälte herrschte wieder als Anlass für dickes Fell
 
ich schieb dies in Memoiren über die Niederlage
in meinem Schädel zusammengepfercht
belagerte dort die ungedruckten Stunden
bis sie schließlich ein Sonnengeflecht freigaben
in kleiner Sieg der von Niemanden je vernommen wird
der Imstande ist den Körper der Zeit zu zersetzten
 
vielleicht gründet dies Alles bloß
weil eine Welt überflutet wurde durch ein launenhaftes Meer
und vielleicht hatte ich einfach nichts Anderes zu tun
 
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Hi Timo, eine Interesante Darstellung über die Entstehung eines künstlerischen Werkes- jedenfalls Interpretiere ich es so.
Schön aber auch schwer zu lesen.
LG
Angel
 
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naja. ich verarbeite zunehmendst philo. ansichten, vielleicht meine eigenen
aus einer empirie begriffen und philo. aufgewertet.
ich danke dir herzlich!
 
  • Timo
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