nebenbei (3)

  • Berthold
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sind eis und schnee endlich vergangen und der himmel
nicht mehr wolkenverhangen ist mein frühlingsrefugium
die bank am see sobald ich sitze atmet alles um mich auf
 
der wasseroberfläche sind erste laufwanzen unterwegs
und der wind in den weiden lässt meine fantasie wie einen
mückenschwarm im hochzeitstanz auf und ab schweben
 
erwartungsvoll werfe ich einen stein übers spiegelnde
und reise mit den wellenkreisen zu fernen ufern hoffe
dich dort wiederzutreffen wie einst zur frühen maienzeit
 
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Hallo, moin Perry
Ein sehr schönes Gedicht. Es gefällt mir.
Wahrscheinlich habe ich jetzt nicht so ganz den Durchblick.
Doch ich fand den einen Satz leicht lustig. Deswegen schreibe ich Dir das einfach mal. (Spaß)
Die bank am See sobald ich sitze atmet alles um mich auf
Okidoki was war vorher alles still und atemlos?
LG Josina
 
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Hallo Josina,
ja die Satzkonstruktion ist etwas speziell, weil das "auf " hier sowohl mit dem als Willkommen gemeinten Aufatmen des Refugiums koorespondiert, andererseits strophenübergreifend zum Wasser gelesen werden sollte.
Danke fürs Interesse an meinem Frühlingsrefugium.
LG
Perry
 
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Hallo Perry,
 
jetzt also das Frühlingsrefugium: Die Bank am See.
 
Der Vergleich Phantasie - Mückenschwarm gefällt mir sehr gut. Warum aber die Umwelt (auf)atmet, dann, wenn das LI sich auf die Bank setzt? Vielleicht eine Empfindung des LI, ein Erspüren des erwachenden Lebens. (Ein Bezug zum LI wäre hier mE hilfreich.)
 
Die zweite Strophe finde ich rundum gelungen.
 
Dann, vom Tanz der Phantasie zur Reise mit den Wellenkreisen hin zum LD; wie einst zur Maienzeit ... So wie ich es lese, ein Frühlingsaufbruch mit starken Bezügen zu Vergangenem. Oder aber ein ganz anderer Frühling, eine ganz andere, jenseitige Form von Frühling und Wiedersehen.
 
Sehr gern gelesen und sinniert.
 
LG
Berthold
 
  • Berthold
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